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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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8
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8 Vorgeschichte.

sie hat ihre Aufgabe vollbracht und den armen Gegenpapst nach Rom ein-gebracht , wo er grausam verstümmelt und das Werk seiner Erniedrigung imSpott der Gasse vollendet worden ist.

Noch auf dem Romzuge hat Graf Bertold von dem Kaiser die Belohnungseiner Dienste erhalten, am 29. März 999 in der ewigen Stadt selbst. Bertoldhatte die Absicht in dem der Hebung besonders bedürftigen Gebietstheileseines Eigenbesitzes, auf der weiten Hochebene, die sich von der Höhe desSchwarzwaldes nach Osten abdacht, eine Stadt zu gründen und dafür be-durfte er der Verleihung des Marktrechtes 18 durch den Kaiser. Vielleicht hatOtto III selber, der so viele Stadtgrüudungen begünstigt hat, den Grafendazu angeregt.

Bertold hatte für seine Absicht den ihm gehörigen. Ort Villingen ,9 inder Baar, in der Grafschaft Hildebald's ausgesucht. Herzog Hermann vonSchwaben selbst 20 hiess sie als Intervenient des kaiserlichen Privilegs gut.Dieses verlieh an Bertold die zur Anlage eines Marktes nöthigen und sonstnoch wünschenswerthen Regalien, nämlich Münze, Zoll, Marktgerichtsbarkeitund Marktfrieden: alle, welche den genannten Markt zu besuchen wünschen,so führt es näher aus, sollen ungefährdet und mit dem Frieden völliger Sicher-heit kommen, gehen und ohne irgend welchen ungerechten Schaden ihremGeschäfte nachgehen können, nämlich handeln, kaufen, verkaufen und was sonstdieses Gewerbes ist und angeführt werden kann, thun. Der Frevler gegendiese Bestimmungen soll dieselbe Königsbusse erlegen, wie der Störer des Con-stanze!- oder Züricher Marktes und zwar soll er sie an Graf Bertold zahlen

aufbewahrt; mitbenutzt sind die weiteren Nachrichten, welche, ohne aber gerade Bertoldausdrücklich zu nennen, die Vita Gregorii V bei Watterich I 68 und Johannes diac. chron.Venet. MGSS. VII 31 geben, auch kurze Erwähnungen in einer ganzen Anzahl deutscherAnnalen. An den Vorgängen in Rom mit Johannes erscheint die Schaar, die ihn fing,nicht mehr mitbetheiligt: ab Ottonis vassore Birthilone correptus \ amputatis naribus etlingua effossisque oculis in asino caudam eins tenens satis irrisorieper tolam Romain duetitsest. Catal. pont. 1. c. Die Verurtheilung in Rom aber geschah durch Gregor V und denzustimmenden Kaiser, vgl. die übrigen genannten Quellen. Ein Missverständniss (Chr. Fr.Stalin, Wirtemb. Gesch. I 468 hauptsächlich hat es durch sein Ansehen verbreitet) hatdie Verstümmelung des Johannes auf Bertold's Schultern gewälzt.

18Marktgründungen im Sinne von Radolfzell sind also Stadtgründungen". WorteA. Schulte's aus dem die ganze Forschung über die Entstehung der Städte umgestalten-den kleinen Aufsatzüber Reichcnauer Städtegründungen " Oberrh. Zs. N. F. V 1890S. 137 ff.

10 Das folgende nach St. 1176, seitdem auch abgedr. im Fürstenbergischen Ur-kundenbuch (cit. FUB.) V S. 33.Bcrhtoldo comiti nostro . . . concessimus". Also obenBirchtilo, hier Berchtold.

20 Wenn Hermann Udo's Sohn war, wie der Ann. Saxo MGSS. VI 650 angiebt,und Bertold der Sohn des 982 gefallenen Grafen l'ertold oder Bezelin (oder Birchtilo),so waren schon die Väter Waffen- (und Todes)gefährten.