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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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Graf Bertold f ca. 1005. Gründung Sulzburgs. 7

gräbnissstätte und die wahrscheinliche dortige Beisetzung mehrerer Familien-angehörigen 12 " als Hauskloster erscheinenden Stifts und seine ansehnlicheAusstattung; zweitens die letzte Bestimmung der Urkunde des Stifters, dieviel eher einen seine Erben hinterlassenden weltlichen Herrn voraussetzt;drittens die Erneuerung der Stiftung i. J. 1010 durch solche Erben, seineSöhne 13 ; viertens der Umstand, dass in der zweiten Urkunde, vom22. Juni 993, der Graf Birchtilo es ist und zwar er allein, der für Sulzburgsorgt: er veranlasst mit Erfolg König Otto III das Königsgut in Sulzburg zuGunsten des dort gegründeten Klosters aufzugeben 14 .

Auch in den Jahren 994 und 995 wird Birchtilo bei Erwähnungen desBreisgau als dessen Graf genannt 1S . Ausserdem erscheint er 998 bei einerErwähnung des Thurgau als Inhaber des dortigen Grafenamtes, das wohlschon 991 auf ihn übergegangen ist 1 ". Er selbst war i. J. 998 gar nicht inDeutschland, sondern war mit Otto III auf dessen zweiten Römerzug inItalien. Es gehört nicht hierher, zu erzählen, Avas nach der Vermuthung derGraf dort mit hat geschehen sehen und etwa mit ausführen können; in einemwichtigen Ereigniss aber wird gerade er als der Handelnde von einer sicherenUeberlieferung ausdrücklich genannt.

Der Gewaltherr Roms, Crescentius, hatte gegen Papst Gregor V. einenGegenpapst in der Person des Erzbischofs Johannes von Piacenza erhoben.Als Otto gegen Ende Februar 998 vor Rom erschien, warf sich Crescentiusin die Engelsburg, während sich Johannes in einen eine Strecke von Romentfernten festen Thurm geflüchtet hatte. Die Streifschaar, welche der Kaiserentsendete, um seiner habhaft zu werden, hat der Graf Birchtilo l7 geführt;

12a S. unten zu 1024. Anra. 47.

19 Vgl. unten zu 1010.

14 St. 998. Sie setzt das Kloster nach dervilla Solzbcrch", spricht aber von K.Otto's Schenkung invilla Sohl) ach" (im Breisgau in der Grafschaft des als Fürbitter ge-nannten Grafen Birchtilo"); sollte es nicht erlaubt sein, durch Zerlegung dieses a in erbeide Namen völlig congruent zu machen, insbesondere da sich keine Beziehungen Kl.Sulzburgs zu eiuem Sulzbach finden?

16 St. 1034 und 1058.

10 Begesta Pontificutn ed. Jaffe 2 (hier cit. J.L.) Nr. 3897: in pago Turgewe incomitatu Berthöldi. Dass der Breisgaugraf gemeint ist, ist schon wegen der Vererbung desThurgau an den ersten Herzog von Zählungen nicht zu bezweifeln. Graf Bertold's (dieKoseform schwindet für ihn jetzt allmählich und wird Jüngeren überlassen) Vorgänger imThurgau war der bald noch mehr zu erwähnende Landold (mehrfach in Urkk. schon zurZeit seines eigenen Amtsvorgängers und Schwiegervaters Eberhard erscheinend, danncomes Lib. Heremi im Geschfr. I 109; 976 zweimal Thurgaugraf Neugart CD. I 621 f.).Da Landold 991 starb (Einsiedler Aufzeichnung MGSS. III 144: öbiit Landold comes)und zwischen 991 und 998 kein anderer Thurgaugraf genannt wird, wird Bertold wohlschon 991 den Thurgau erlangt haben.

" Das hat der Papstcatalog bei Eccard, Corp. hist. med. aevi, Lpz. 1723 f, II 1640