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Urkundenbuch des Stiftes St. Gereon zu Köln
Entstehung
Seite
643
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Bedbur, Dick und Alfter, Domherren zu Köln und Strassburg, De-manten zu 8. Gereon, als des Collators der Vilcarie S. Quintin, denEheleuten Peter und Sophia von Rondorf 3 verfallene Häuser, 2 mitStroh und 1 mit Leien gedeckt, gelegen auf der Friesenstr. Ecke(„ordt") der Buttergasse neben des gen. Dechanten Quintini -Wein-ijarten, für erhaltene 800 Thaler (zu je 52 Albus) verkauft hat, dochso, dass er (wie seine Nachfolger in der Vikarie) von den Häusern«ine Erbrente von 1 Radergulden = 24 Raderalbus zu beziehen hat.Die 800 Thaler hat er verwandt, um seiner Vikarie von dem Com-thur zu S. Johann eine Erbrente von 16 Mltr Roggen und IG Tha-lern zu kaufen, wogegen jene Häuser nur jährlich 17 Thaler ein-brachten und dabei noch von dem Vikar in Notbau gehalten werdenmussten. —■ Der Verkauf ist von dem Official der Köln. Curie appro-biert worden.

Original im Archiv von S. Gereon. Die Siegel des gen. Dechantenund des Burgius, welche angehängt worden, sind jetzt abgerissen.

671.— 1595, Nov. IL, bekundet Hermann Horttenberg, Dr.utriusque iuris, Pr. zu S. Cunibert und Do?nherr, dass er von „An-dreas, v. G. Gn. der h. Rom. Kirche des Titels s. Marie Nove Diacon— Cardinal von Oesterreich, Bischof von Constenz und Brixen, Admini-strator beider churfürstl. Stifter Murbach und Lauders, Pr. zu S. Ge-reon, Markgraf zu Neuenbürg etc." sub dato: Schloss Mörspurg■9. Jidi 1590 die Vollmacht erhalten hat, denselben in Sachen der vonder Propstei S. Gereon herrührenden Lehen zu vertreten, und dasser daher jetzt den Sweer am Hagelkreuz mit 1 '/ 2 Morgen bei Giesen-kirchen an der Landtmar (ein Weg!) und genannten Anstössern ge-legenen Ackerlands belehnt hat, nachdem der bisherige Lehnsmann H.gegenüber zugunsten des Sweer verzichtet hat; der letztere hat dann wiegewöhnlich gehuldigt und mit „nfgeregtenn" Fingern geschworen,das Leimsgut nicht zu verkaufen, noch zu verspleissen. Stirbt der Be-lehnte, so muss sein Nachfolger mit einem Goldgulden und einemseidenen Bendel zu dem zeitigen Pr. von S. G. gehen, um von diesemdas Lehen zu empfangen.

Original im Archiv von S. Gereon. — Das Siegel des Pr. (von S. Cuni-bert) ist verloren.