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Urkundenbuch des Stiftes St. Gereon zu Köln
Entstehung
Seite
631
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der Herren vom Domkapitel und der Grafen von Nuenar 800 Gold-gulden auf den Neubau gewisser Häuser (neben der Domcurie Byffer-scheit), welche gegenwärtig Graf Gumpert von Nuenar benutzt, ver-wandt hat, und dass derselbe mit jenen 800 Goldgulden das Officiumeiner täglich in der Kirche S. Gereon an dem unter dem Kreuze be-findlichen Altar S. Anna zu lesenden Messe hat stiften wollen. DerErblasser hatte dabei noch bestimmt, dass der die Messe lesende Priesteraus den Einkünften der Stiftung jährlich 30 Goldgulden haben solle,und der Best der Einkünfte demselben Officium in anderer Weisezu Gute kommen solle; ferner, dass zuerst sein Bruderssohn JohannMaes jenes Officium erhalten solle, dass aber dasselbe nach dem Todedes J. M. mit den Einkünften unter 2 Priester aus der Verwandt-schuft des Erblassers verteilt werden solle. Die Executoren behaltensich vor, diese 2 Weltpriester selbst zu ernennen: nach ihrer allerTode aber sollen der Scholasticus von 8. Gereon und derjenige Ka-nonikus von S. G., der seine Pfründe „de secunda gratia" derKöln. Universität hat, jene Ernennung vornehmen. Der Generalvikar,von dem Mag. Anthonius Mercatoris ersucht, jene Stiftung zu bestä-tigen, ordnet an, dass dieselbe in den Pfarrkirchen „S. Mariae inpasculo" und „S. Iohannis in curia Col. civitatis", zu welchendie erwähnten Häuser gehören, soll bekannt gemacht werden, umdünn, wenn kein berechtigter Einspruch erfolgt, die gewünschte Be-stätigung vornehmen zu können.

Das Original befindet sich im Archiv von S. Gereon ; dasselbe ist ver-sehen mit dem Notariatszeichen des öffentlichen Notars Tilmannus GravhiBa Fossa (cler. Col.) und dem grössern Siegel des Köln. Officialats. Die Ur-kunde enthält etwa 4000 "Wörter!

*) In demselben -wird jedoch gesagt, dass die „conimissio venerabili. . . Arnoldo Broiksmit de Lemgoe officiali nro iampridem in hoc vioariatusofficio facta* dadurch nicht berührt werden soll.

654.— 1535, Sept. 10. („am fritage nahe unser lieverfrauwen tag Nativitatis"), stellen Symon Edelherr zu Lyppe, JoistGraf zur Hoye, Friedr. Gr. zu Spegelberg und Johann Graf zuDeyfiholte in einem Schreiben an DK. von S. G. dem Frederich Grafzum Ritberge einen Adelsbrief aus.

Original (mit 4 meist erhaltenen Siegeln) im Archiv von S. Gereon.