— 584 —
officialitatis et non alio sigillo dari et concedi. Datum Bruelnro sub sigillo sub a. D. 1481, die vero 27. mensis Septembris.
Original (mit verletztem Siegel) in S. Gereon.
(Mit den beiden vorstehenden Urkunden fand sich zusammengebundenein Schreiben des Conratt Haen scholtiss zu Hemmersbach und Sindorffi„datum altera Lotare a. D. [15]56" an den Vikar und Kellner der Vikare zus. G. Wilhelm von der Horst, nach -welchem Schreiben „Fittgen halfwin zuBoistorff" nebst einigen Freunden mit dem Kellner und einigen anderen Vikaren„bynnen Bottenbroich dem closter" zu gelegener Zeit zusammentreffen will,um den entstandenen „Irthumb" betreffend das Heu aussergerichtlich „demiungsten genommenen abscheit na" in's Klare zu bringen.
1481. Oct. 26 (uff frydach nae sent Severyns daghe des h. B.) bekundonYVylhem Proff, Schultheiss, und die sämmtlichen Schöffen des Gerichts zuHeymersbach Folgendes. Gottschalk Guyll hatte die Güter des Henrich vonLeek „mit dem gerichte zu Heymerssbach angelangt" und dabei auch etlicheBenden, welche H. v. L. von den Vikaren zu s. Gereon „vur 1 neralichenJairpacht yn beveell hatte", „mit bevangen" ; nachdem G.G. die Güter „jairund dach und langer" besessen hatte und noch nicht befriedigt war, erreichteer ein „vast gedynge und ordell", nach welohem er die Güter bis zu seinervollständigen Befriedigung behalten sollte ; dadurch aber hielt er sich fürberechtigt, jene Güter zu verkaufen trotz der Inhibition des „Officiails des hoeffszu Colne", „und dairumb die saiche umb gebrechs wille an den wirdigen
Offlciall vurs.....geworven und der saichen nagefolgt biss zu beswernysze
und interdict yn die Kirche van Heymerssbach gelacht ist worden." Daalso die gen. Vikare sich auf den Off. berufen haben, „da suloh gewyn underfolgnisse vurs., so die guede geistlich synt, van unwerde verbleven undmachtloiss synt", so bekennen Schultheiss und Schöffen, dass ihre gnädigenLandherrn die Vikare wieder in den Besitz ihrer Benden, in dem dynckmailovan Heymerssbach gelegen" gesetzt haben. — Die Landherren GebrüderScheiffart und Junker Scheiffart von Meyroede, Herren zu Heym., haben ihreSiegel angehängt, der gen. Schultheiss hat „von amptz weghen und ouchumb bede der scheffen willen" ebenfalls sein Siegel angehängt.
Cop. Vic. fol. 9.
610.— 1482, Jan. 26., erlässt der Official der Köln. Curiean den Pleban von S. Christoph und alle Kirchenrektoren etc. derKöln. Diöcese auf Anstehen des Joh. v. Dulken, des Joh. v. Brylonund des Joh. o. Gusten, dreier der 7 Priestervikare von S. G., einMandat, gemäss welchem die Adressaten angewiesen iverden, die WinzerTelo van Berghe und loh. v. Breitbach, die sich das Eigentum einesWiugerts in der Buttergasse — welcher rechtlich den gen. 7 Vikarengehört und von ihnen gegen einen Jahrzins von 2 Tonnen Wein ver-pachtet ist — angemasst haben, aufzufordern, sich bei Strafe der Ex-