— 432 —
436.— 1365, Od. 1., bekundet Brudekinis von Bernsau, dasser von den 7 Priestervikaren an S. Gereon die nach der Würfel-pforte hin gelegene Hälfte des Hauses „zum Schild", unter denselbenBedingungen, wie vorher Regnard von Steghe, auf seine Lebenszeitgepachtet hat. Jahrzins: 9 Köln. Mark, halb zu Ostern und halb zuS. Bemigius zahlbar. Ber Bastor Johann von Maria Äblass hat seinSiegel angehängt.
Original in S. Gereon. Siegel erhalten.
437.— 1366, September 24., bekunden „7 Priestervikare" vonS. Gereon, dass sie für sich und die 5 arideren Vikare von S.Gereon, die mit ihnen zusammen die „12 Briester" heissen, gemässdem Bäte der 4 Kanoniker der gen. Kirche: des Bropstes Georg vonAyrscheit, des (Bechanten ?) Lutter von Matlair, des VicedechantenGerlach von Oytgenbach und des Heinrich von Berghem — die west-liche Hälfte ihres auf der Gereonsstrasse gelegenen Hauses „zumSchild", welche zuletzt von Arnold von Braichbeke bewohnt geioesen,der Frau Blitza, Witttoe des Kölner Bürgers Conrad von Branden-burg auf ihre Lebenszeit, und zugleich dem Arnold von Münstereifel,einem der „Sieben", den Blitza zu ihrem Miteinwohner erwählt hat,auf dessen Lebenszeit gegen einen Jahrzins von 3 Mark verpachtethaben. Ferner hat dabei Blitza dem Johann von Stotzhem und demThomas von Unna, zweien von den genannten Sieben, gegenüber sichverpflichtet, in Jahresfiist wenigstens 150 Mark zur Wiederherstellungder sehr verfallenen Wohnung zu verwenden. Endlich hat Blitza zurVerbesserung der für die 12 Briester gemachten Memorienstiftungeneine Jahrrente von 2 Mark geschenkt. Angehängt wurden (und sindnoch jetzt) die Siegel des Bropstes und der 7 Briester vikare vonS. Gereon.
Ber Akt wurde gemacht in der Bropstei von S. Gereon in Gegen-ivart der genannten Bersonen und des Johann von Brebach, der eben-falls Vicar in der betr. Kirche war, a. d. 1366, die Iovis, que fuitvicesima quarta mensis Septembris.
Gedruckt E. Qu. IY, 519—21 nach dem Original im Stadtarchivzu Köln.