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Urkundenbuch des Stiftes St. Gereon zu Köln
Entstehung
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nostre eccle s. Gereonis ipsam generaliter tangentibus, (non)obligabimus, quoquo modo omni dolo et frande in premissispenitus exclusis. In cuius rei testimonium nostrum prepositipro nobis, et nostrum decani pro nobis, ac nostrum capli adausas pro nobis sigilla presentibus duximus apponenda. Actumet datum a. d. 1328, feria tertia post dominicam qua cantaturInvocavit me.

Original im St.-A. zu Düsseldorf. - R. B. fol. 78 b.

c

316. 1328, Dezember 24., bekundet der köln. Bürger Arnoldder Weber, Sohn des verst. Thümann von Orsburg, dass ihm von den7 Priestervikaren an S. Gereon verpachtet -worden sind 3 Wohnhäusergegenüber dem Kl. S. Clara, von welchen früher Bichmudis von Bell 2und der Steinmetz Hermann von Muffendorf eines gehabt hat. Arnoldhat die Häuser jetzt erhalten für sich und seine sowie seiner verst.Frau Bela Kinder Drude, Bele und Joliann auf Lebenszeit, d. h.(kr letztlebende soll sie noch bis zu seinem Tode haben. Die jähr-liche Pacht soll betragen 3 Mark, 3 Heller = 2 Denare gerechnet.Ausserdetn hat der Pächter die Verpflichtung innerhalb des nächstenJahres 20 Mark, und in den dann folgenden 2 Jahren nochmals20 Mark zur Wiederherstellung und Verbesserimg der 3 Häuser zuverwenden. Folgen Strafbestimmungen für Nichteinhaltung des Ver-trages. Auf Bitten des Pächters hat der Dechant Arnold von S. Ge-reon sein Siegel zur Bekräftigung angehängt. Datum in vigilianativitatis dni a. eiusd. 1328.

Original im Archiv von S. Gereon. Das schöne SiegelArnoldi deB(urne decani eccle s. Gereonis) ist leider nicht unverletzt. An beidenSeiten steht je ein aus 4 Stockwerken, dem Holme und einem Schlusskreuzbestehender schmaler Turm, jedes Stockwerk hat eine Nische; zwisohen den2 Türmen sind 2 durch einen Mittelpfeiler an einanderstossende, in der ver-ticalen Richtung sehr verlängerte Sechsecke angebracht, die also oben undunten in Spitzen endigen. Das Sechseck links zeigt die h. Helena, auf derLinken die Kirche S. Gereon tragend, und in der Rechten eine Lanze (?)lialtend; das rechte Sechseck enthält eine Figur (S. Gereon?), die in derRechten eine Fahne zu halten scheint. Zwischen den beiden oberen Spitzensieht man die h. Jungfrau, das Jesukind auf dem linken Arme; was zwischenden 2 untern Spitzen war, ist nicht mehr zu erkennen.