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Urkundenbuch des Stiftes St. Gereon zu Köln
Entstehung
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281
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270. 1316, Januar 13. Der Priestervikar Adolf von S. Ge-reon und die Beggine Mechtild, Schwester des Nicolaus von Heppen-dorf, eines Mönches von Altenberg, welche 2 benachbarte Häuser gegen-über dem Porticus von S. Gereon bewohnen, bekunden einen Vertrag,nach welchem die Besitzer der beiden Häuser die gemeinschaftliche(Abtritts-) Cloake, wenn dieselbe voll ist, abivechselnd reinigen sollen;dass derjenige, der sie jedesmal reinigt, den Hünger auf seinen Hofschaffen soll; dass endlich der jeweilige Besitzer des Hauses derMechtild nach Belieben den über der Cloake erbauten Abzugsschorn-stein (instrumentum . . . quod super dictam cloacham pro va-poribus ascendendis et emittendis edificatum est in modumpyropi 1 )") beibehalten oder niederreissen darf. Zur Bekräftigunghaben der Ofßcicd Philipp des Propstes von S. Gereon und der PlebanConrad von 8. Christoph ihr Siegel angehängt.

Datum a. dni MCCCXVI in octava epyphanie eiusdem.

Original im Archiv von S. Gereon. Vom Siegel des Offlcials ist dieVorderseite fast ganz zerstört, die Rückseite zeigt einen rechts schauendenAdler. Das Siegel des Plebans zeigt einen Vogel (Storch oder Pelikan ?), derauf dem Bande eines Nestes stehend seine Jungen füttert.

] ) Nach Ducange mit Berufung auf AA. SS. Boll. Juni IV, 350.= ca-cumen fastigii vel tecti in pyri formam desinens. Oben unterliegt natürlichdie Bedeutung des selten vorkommenden "Wortes keinem Zweifel.

271. 1316, Mai 19. Das Domkapitel bekundet, dass seinUntercustos Adolf eine Hofstätte zu Trevensdorf gekauft hat, welchejährlich einen Zins von 6 Schillingen einbringt, und dass er dieselbean 2 Vicare von S. Gereon testamentarisch vermacht hat.

Universis presentis litteras inspecturis nos decanus etcapitulum Col. notum facimus et presentibus profitemur, quodKunegundis et Lambertus filius eius de Treventorp constitutipropter hoc specialiter in presentia nostra recognoverunt acconfessi sunt, quod ipsi aream suam cum domo et arboribuset omnibus suis attinentiis, prout sita sunt in villa apud Tre-vendorp iuxta aream quondam Henrici ligatoris vasorum versusecclesiam, item ex alia parte iuxta aream Lamberti versussilvam unanimi consensu et voluntate tamquam suum allodium