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Die Handschrift ist Pergament, 14 Cm. hoch, und9,1 Cm. breit, in Holzdeckel gebunden, die mit rotemLeder überzogen und durch lederne Bänder geschlossenwaren, welche durch Messingschliessen auf dem Ober-deckel befestigt wurden und in zwei Messingknöpfe desTJnterdeckels eingriffen. Der Einband ist jezt defect.
Das Gedicht beginnt oben auf Bl. 1. b und gehtununterbrochen bis zum Fuss von 116. a. Die Rückseitevon 116 war ursprünglich 1er; später trug eine jüngereHand den Anfang eines lateinischen Mariengebetes ein(drei Zeilen). Bl. 118. a. bringt dann den Schluss desLamprechtschen Gedichtes; 118. b und 119. a sind 1er,auf 119. b stehn die oben mitgetheilten Eintragungen.
Das Gedicht ist von drei verschiedenen Schreiberngeschrieben. Der erste schrieb von 1. b bis zum Fussvon 9. a, der zweite von 9. b bis in die Mitte von 39. a(v. 1621), der dritte von da bis zum Schluss von 47. a,worauf der zweite wieder einsezte und das Gedichtzu Ende brachte. Alle drei gehören noch dem 13. Jahr-hundert an. Am sorgsamsten und besten schrieb derzweite; der dritte liebt Schnörkel, der erste kam schonauf 2. b in das schleudern. Nachlässigkeiten begegnenbei allen drein.
Die Seiten 1. b—104. b. 113 a. 117 a enthalten je22 Verse, 105. a—112 b je 21 Verse, 113. b—114. bje 26 V, 115 a. 118. a je 24 V, 115. b—116. b je25 Verse.
Die Initialen der Abschnitte sind rot gemalt, dieAnfangsbuchstaben der einzelnen Verse durch einenkleinen Baum abgetrennt und rot durchstrichen.
Die Schreibfehler oder grössere Versehen ergebensich aus den meinem Text beigegebenen Lesarten derHandschrift; in 214 Versen musten Besserungen ein-