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2. Juni 1297 f 1304, Henricus aas Regensburg erw.8. Sept. 1302 f 1314, Petrus ein Engländer erw. 1309.In der Glassbergerschen Chronik des Minoritenordens,handschriftlich im Franziskanerkloster zu München ver-wahrt, werden folgende oberdeutsche Provinzialministeraufgeführt 1 ) : nach Tertericus Conradus de celi porta,nach ihm 1262 Albertus, 1271 Conradus, 1280 Colinus,1289 Bertholdus, 1297 Henricus de Odendorf, 1302Henricus de Ravensberg, 1309 Petrus Anglicus.
Gerhard wird nirgends genannt; dass er aber Pro-vinzialminister von Oberdeutschland war, ist durch Lam-precht a. a. 0. sicher verbürgt. Eine Stelle für ihnlassen jene Verzeichnisse um so eher, als das Todes-jahr der dort aufgeführten durchaus nicht auch denSchluss des Amts als Provinzial bedeutet. Gleich denGuardianen wurden auch die höheren Oberen nur aufeine Reihe von Jahren, nicht für ihr Leben gewählt. 2 )Der erste von den Mitgliedern der Strassburger Provinzselbst gewählte Provinzialminister war Conradus a portacoeli. Wenn wir Gerhard in die Reihe einschiebensollen, so werden wir dies nach Theoderich (Tertericus)jedenfalls, und wahrscheinlich in der Nähe des Conrada porta coeli thun müssen. Durch den Inhalt derLamprechtschen Syon, der auf ihn als geistigen Urheberzurückgeht, erkennen wir Gerhard als Gesinnungs-
') Gütige Mittheilung Prof. Pregors.
2 ) Pranoiscus bestmimte in seiner zweiten Eegel e. 8, dassdie Wahl des Generalminister zu Pfingsten semel in tribus annisvel ad alium terminum majorem vel minorem stattfinde. In derKegel für die Tertiarier c. 15 heisst es: nullus minister insti-tuatur ad vitam et ejus ministerium eertum tempus comprehendat;vgl. dies in deutscher Uebersetzung aus dem 13/14. Jh. German.XVIII, 192.