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Vierte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : Vortr. d. 9. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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21als daß ich sie euch jetzt erst beschreibenmüßte. Es opferten nicht allein Diejenigen,welche vom wahren Gott Kenntniß hatten,nicht allein Noe, Abraham und die ubrigenfrommen Patriarchen, sondern auch dieAltare der Heiden rauchten von Opfern,welche sie den falschen Götzen darbrachten,Irrten zwar die Heiden in der Kenntniß deswahren Gottes, so irrten sie doch nicht inder Erkenniniß der Pflicht, opfern zu müssen.Jedes Volk und jedes Zeitalter besitzt daherseine eigenen Opfer. Für das auserwählteVolk der Israeliten bestimmte Gott selbstdie Opfer, und die Art zu opfern, welcheeben so lange, als der alte Bund dauernwürde, bestehen sollten. Gleichwie aber derganze alte Bund nur eine Vorbereitung zudem erhabenen neuen Testamente Jesu Chri-sti war, so waren auch die Opfer des altenBundes nur Andeutung und Vorbilder desOpfers, welches Jesus in seiner Kirche an-ordnen, und in seiner Fortdauer bis zumWeltende beſtimmen wurde.Selbst die Schriften des alten Testamen-tes weissagen, und bestimmen das Opfer JesuChristi. Dennim 109. Ps. V. 4. lesen wir:Der Herr hat geſchworen, und eswird ihn nicht gereuen; du biſt einewiger Priester nach der Ordnungdes Melchiſedechs. Jeſus Chriſtus un-ser Erlöser wird hier gemeint und angeredet: