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3 (1867)
Entstehung
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IX
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IX

bewaffneten Widerstand von Seiten des kühnen und mächtigen Mit-bewerbers um die Krone, des Herzogs Albrecht von Oesterreich.Die bestimmte Zuversichtlichkeit, mit welcher diese Eventualitätbesprochen wird und womit die übrigen Stipulationen festgesetztsind, spricht dafür, dass Sigfrid über den Ausgang der Wahlselbst keinen Augenblick zweifelhaft war; der Majorität mussteer sicher sein, und er wird Grund für die Annahme gehabt haben,dass der König von Böhmen mit Sachsen und Brandenburg und wahr-scheinlich auch Mainz für seinen Candidaten stimmen würden. Erkannte den Hass, den Gerhard von Mainz und Wenzel von Böhmengegen den Habsburger im Herzen trugen, und das Abkommen, welcheszwischen Böhmen, Brandenburg und Sachsen getroffen war, wird ihmnicht verborgen gewesen sein. Auch den römischen Stuhl konnte er nichtausser Rücksicht lassen. In dieser Beziehung kam ihm die Noth des hei-ligen Landes gut zu Statten. Akkon, das letzte Bollwerk der Christenin Syrien, war am 18. Mai 1291 in die Hände der Ungläubigen ge-fallen, und es drohte Gefahr, dass die unsäglichen Anstrengungender Christenheit zur Befreiung des heiligen Landes vergeblich auf-gewendet waren, wenn nicht starke neue Kreuzheere zur Hülfe ge-schickt wurden. Papst Nikolaus IV. hatte sich bereits unter dem1. August 1291 an alle Christgläubigen gewendet, ihnen den traurigenZustand des heiligen Landes geschildert und sie aufgefordert, dasKreuz zu nehmen und sich gleich dem Könige Eduard, der seine Be-reitwilligkeit erklärt hatte, auf St. Johann 1293 zum Aufbruch zurüsten. Dem Erzbischof von Salzburg und dessen Suffraganen hatteer den Auftrag ertheilt, zu dem genannten Termin das Kreuz zu pre-digen. Um nun den Papst günstig zu stimmen, die Kreuzpredigerfür sich zu gewinnen und alle Freunde der heiligen Stätten für sichzu begeistern, musste Adolf dem Erzbischof Sigfrid gegenüber dieErklärung abgeben, dass ihm schon längst die schwere Noth des hei-ligen Landes sehr zu Herzen gegangen und dass er hauptsächlichdesshalb nach der Krone des deutschen Reiches strebe, um dadurchin die Lage versetzt zu werden, diesen seinen tiefsten Gefühlen kräf-tigen Ausdruck zu geben und für die Befreiung des Grabes ChristiAlles aufzubieten.

Die sämmtlichen Bedingungen, unter denen Sigfrid dem GrafenAdolf die Königskrone zu verschaffen entschlossen war, wurden ver-abredet und darauf in eine bindende Handfeste zusammengetragen.Die bezüglichen Verabredungen und die endgültige Aufzeichnungund Untersiegelung der vereinbarten Puncte müssen als zwei ge-trennte Acte angesehen werden; die Urkunde, in welche die festge-