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schrift ü hat, habe ich dasselbe im Abdrucke aufgenommen, dagegenhabe ich überall ein v gesetzt, wo unsere jetzige Schreibweise einsolches verlangt. Die mittelalterlichen Urkunden haben für die Unter-scheidung von u und v kein festes Princip, sondern setzen beidespsomiscue ganz willkürlich, so dass oft in einer und derselben Zeiledasselbe Wort einmal mit u, das andere Mal mit v geschrieben sichfindet. Ich fand keinen Grund, warum ich solcher Willkürlichkeitweiter folgen sollte. In den Fällen, in welchen die Handschrift wstatt vu hat, habe ich stets die aufgelöste Form vu drucken lassen.Zwischen lang s und kurz s habe ich keinen weiteren Unterschiedgemacht, sondern überall das kurze s gesetzt. Die Abkürzungensind überall aufgelöst. Bei der Interpunction habe ich mich lediglichnach dem Sinne und unserer jetzigen Interpunctionsweise gerichtet.Grosse Anfangsbuchstaben habe ich nur im Anfang der Sätze so wiebei den Namen von Personen, Orten und Flüssen beibehalten; dieNamen der Strassen und Häuser, in so fern sie nicht von Personen-namen herkommen, habe ich klein geschrieben.
Bezüglich der Aufnahme habe ich sämmtliche bis jetzt ungedruckteUrkunden, die irgend ein Interesse für die Geschichte der StadtKöln haben, zum Abdrucke gebracht; von den bereits bei Lacombletgedruckten habe ich nur diejenigen aufgenommen, welche von ganzbesonderer Wichtigkeit für die Geschichte der Stadt Köln sind, odersich bei Lacomblet nicht richtig oder nicht vollständig abgedrucktfinden.
Herr Gymnasial-Oberlehrer Dr. Eckertz, mit welchem ich ge-meinschaftlich die beiden ersten Bände herausgegeben habe, konntesich wegen zu vieler anderweitigen Arbeiten an dem vorliegendendritten Bande nicht betheiligen.
Die Ergebnisse, welche sowohl die allgemeine deutsche Geschichte,wie die Geschichte der Stadt und der kölner Erzbischöfe aus denUrkunden dieses Bandes gewinnt, sind nicht unbedeutend. Bezüglichder deutschen Reichsgeschichte hebe ich hier namentlich die neuenAufschlüsse über die Wahl des Königs Adolf hervor. Weder die bisjetzt bekannten Urkunden noch die Nachrichten gleichzeitiger Chro-nisten sind geeignet, das Dunkel, in welches die Adolfs Wahl be-treffenden Unterhandlungen gehüllt sind, zu lichten und die mass-gebenden Einflüsse in dieser wichtigen Frage klar zu stellen. Nachden meisten und glaubwürdigsten Angaben ist Gerhard von Mainzes gewesen, der in compromissorischer Wahl den Grafen Adolf vonNassau zum deutschen Könige ernannt hat. Ottokar von Hornecksagt, dass der Mainzer zuerst vom Erzbischof von Köln, der dem