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1 (1893)
Entstehung
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130
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130 H- Karolinger. § 2. Angelsachsen.

oder Lobbes, Er min o (f 737) vom Abt An so 1 ). Die schon fürdiese Zeit nicht unwichtige Lütticher Litteratur werden wir späternoch zu berühren Anlafs haben.

Ganz unverändert werden uns ausser diesen sehr wenige Legendenerhalten sein; dafür ist ihre Form zu glatt, zu abweichend von denauthentischen Denkmälern. Zum Vorlesen bestimmt und gebraucht,mufsten sie der zunehmenden Bildung angepafst werden, und leichtverbanden sich damit Zusätze und Aenderungen, welche auch denInhalt berührten.

§ 2. Die Angelsachsen.

Die zahlreichen Missionen der irischen Mönche vermochten dochnichts dauerndes zu schaffen, und auch in der Heimath konnte diesealte vereinzelte Kirche sich der römisch-englischen Uebermacht nichterwehren. Sie unterlag überall, aber nicht etwa der äufsern Ueber-macht allein; in jeder Weise wurden die Angelsachsen ihrer altenLehrer Meister. In den grofsen Weltchroniken des Mittelalters findenwir kaum eine Erwähnung von Irland; die Reiche der Angelsachsenaber treten auffallend in den Vordergrund für lange Zeit. Das istder Einflufs des Beda (f 735), dessen Schriften diese Angaben ent-nommen wurden. Einen Mann wie diesen Beda hat die gesammteirische Kirche nicht hervorgebracht; er war der Lehrer des ganzenMittelalters. Durch mathematische Kenntnisse haben gerade dieSchottenmönche sich ausgezeichnet, auf ihren Unterricht mag einbedeutender Theil der Gelehrsamkeit Beda's sich, wenn auch nurmittelbar, zurückführen lassen, ihm aber war es vorbehalten, durchdie Gediegenheit und Fafslichkeit seiner Lehrbücher für Jahrhundertein jedem Kloster die Anleitung zu den nöthigen astronomischenKenntnissen zu geben; wo man es verschmähte, tiefer einzudringen,benutzte man wenigstens seine Ostertafeln als unentbehrliches Hülfs-mittel der kirchlichen Zeitrechnung, in welcher durch ihn die fürleicht übersichtliche Chronologie so förderliche dionysische Era üblichwurde. Sein Martyrologium ist die Grundlage aller späteren Um-arbeitungen; seine kleine Chronik von den sechs Weltaltern (bis 726)war überall bekannt, und die Kirchengeschichte Englands (bis 731)wurde um so eifriger gelesen, weil man hierin den Ursprung dereigenen Kirche erkannte, sowie sie andererseits das Bewufstsein dieser

*) Mab. III, I, 564.