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2 (1894)
Entstehung
Seite
492
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492 Beilage.

Gelasius an Kusticus von Lyon, und der berühmte Brief des PabstesAnastasius II an Chlodwig, des Pabstes Symmachus an Avitus. Ander Richtigkeit des Beweises wird sieh kaum noch zweifeln lassen. Nach-trag von mir über die Genealogia Carolorum NA. XI, 631; von J.Havetu. P. Batiffol, Bibl. de l'Ec. des eh. XLVII, s. NA. XII, 235 (st. Thomas1. Theonas); S. 452 über die einst sprichwörtliche Lügenhaftigkeit desP. Vignier.

Von dem Bischof Remigius von Reims hatte . man eine Lebens-beschreibung, die den Ansprüchen der Nachwelt unmöglich genügen konnte,da nicht einmal die Taufe Chlodovechs darin erwähnt wird. Völlig an-gemessen war es, dafs der Erzbischof Hinemar eine bessere Lebens-beschreibung zu bearbeiten unternahm; allein die Ausführung ist nicht nurungemein mangelhaft ausgefallen, sondern er berief sich auch auf angeb-liche Ueberbleibsel einer ausführlichen Vita von Venantius Fortunatus,welche dieser niemals geschrieben hat, alte Schriften, denen wir keinenGlauben schenken können, wie er auch sonst Fälschungen zum Frommenund zur Verherrlichung seiner Kirche nicht verschmähte. Den verwittertenalten Heften, auf welche er sich im Leben des Sanctinus beruft, werdenwir eben so wenig Glauben schenken dürfen. S. Paul Roth, Beneficial-wesen S. 461: Die Fälschungen Hincmars; Weizsäcker, Hinkmar und Pseudo-Isidor, in Niedners Zeitschrift f. hist. Theol. 1858 S. 327430; über dieVita Remigii S. 388. 417; C. v. Noorden, Hincmar von Reims (1863) S. 393bis 399; Dümmler im Lit. Centralblatt 1864 S. 1199; Br. Krusch, Auctt.antt. IV, 2, p. XXII; vgl. oben I, 296.

Ein Leben des h. Benedict und seiner Schüler behauptete der AbtOdo von Glanfeuil 863 erworben zu haben, geschrieben von Faustus,dem Schüler des h. Maurus, welcher als der Stifter von Glanfeuil verehrtwurde. Danach will er das Leben des h. Maurus bearbeitet haben, dessenUnglaubwürdigkeit schon von Papebroch erwiesen wurde. Trotzdem istdieses vorgebliche Leben des h. Maurus von Faustus noch häufig benutztworden; s. I, 300. Auf italienischem Schauplatz knüpfte Petrus Diaconusseine Fälschungen an den Namen eines anderen Schülers des h. Benedict,Placidus; s. oben S. 237.

Von dem Leben des h. Fridolin, dessen Aufzeichnung nach einemvorgeblichen alten Original dem sonst unbekannten Balther, Mönch inSeckingen zugeschrieben wird, ist I, 120 die Rede gewesen; ebenso S. 284von dem Leben des h. Magnus, das betrüglicher Weise einem Theo-dorus untergeschoben ist. Das Leben der h. Tygris oder Tygria, durchwelche zwei Finger des h. Johannes unter König Gnntram nach St. Jeande Maurienne gekommen sein sollen (Acta SS. Jun. V, 7375), bezeichnetP. Roth, Beneficialwesen S. 307 als eine freche Fälschung, doch nur in demSinne lügenhafter Erdichtung. Von den Lebensbeschreibungen des h.Wandregisil, des Stifters von Fontanella, der 665 gestorben sein soll,und der Königin Balthilde, Gemahlin Chlodovechs II, der Stifterin vonChelles, wo sie 680 starb, giebt es Ueberarbeitungen mit Zusätzen aus