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2 (1894)
Entstehung
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300
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300 V Staufer. § 7. Salzburger Quellen.

als Erfolg bestrebt war, seinen weiten Sprengel zu sichern undeinen blühenden Zustand herbeizuführen. Er zuerst brachte durchseine Festigkeit und sein persönliches Ansehen einen dauerndenFrieden mit den Ungern zu Stande, und die noch wenig bewohntenGrenzlande konnten sich nun mit Colonisten bevölkern; Klöster er-blühten in den steirischen Alpen und der Anbau des Landes machtedie gröfsten Fortschritte. Wir besitzen eine recht gute Lebensbe-schreibung von ihm, verfafst von einem Geistlichen, der ihn per-sönlich gekannt hatte und von ihm unter anderem zu einer Gesandt-schaft an den König von Ungern verwandt war; geschrieben hat erjedoch erst bedeutend später, zwischen 1170 und 1177, und sein"Werk ist daher im einzelnen nicht sehr genau, obgleich er seinenGegenstand mit Geschick und Kenntnifs behandelt und auch sehrwerthvolle Nachrichten aufbewahrt hat. Doch beschränkt er sichwie die meisten Biographen fast ganz auf die Thätigkeit Konradsinnerhalb seines Sprengeis und weifs von der Reichsgeschichte nurwenig zu berichten. Das Ende seiner Schrift ist verloren, und siereicht jetzt leider nur bis 1138').

Konrad führte in seinem Sprengel besonders den Orden derregulierten Chorherren ein, welche nicht minder eifrig papistischwaren als die übrigen neuen Orden. Er holte sie aus Sachsen undräumte ihnen unter andern Reichersperg am Inn ein, welches ereben aus Laienhänden befreit hatte. Andere waren in Raitenbuch,und von hier ging durch Konrad bewogen, 1111 Richer als erster Abtnach Klosterrath bei Aachen. Nachdem inzwischen Konrad vomKaiser verfolgt in Sachsen hatte Zuflucht suchen müssen und seineStiftungen schwer gelitten hatten, berief er 1121 vier Priester zur Ein-richtung ihres Ordens aus Klosterrath, denen bald mehr nachfolgten.In Raitenbuch aber hatte auch Lambert, ein vornehmer Domherraus Cöln, die Kutte genommen, und diesen entsandte später Konradzur Vergeltung mit einer Colonie von Ordensbrüdern nach dem neugestifteten Kloster Neu werk bei Halle 2 ). Aus Raitenbuch kamen

J ) Vita Chunradi archiep. Salisb. ed. Wattenbach, MG. SS. XI, 62bis 77. Die hier übersehene Wiener Handschrift Sal. 8", jetzt 289, giebtkeine bedeutende Verbesserung und bricht an derselben Stelle wie Sal. 79ab. Giesebr. III, 1069 (1075). Meiller. Salzb. Reg. S. 412 vermuthet alsVf. den Abt Irimbert von Admunt; dagegen wohl mit Recht Giesebrecht.Ueber Babo von Abensberg vgl. Hirsch, Heinrich II, I, 426. Ein Briefdes Erzb. Walther von Ravenna an Konrad über die Doppelwahl Innoc. IIund Anaclets Forsch. VIII, 164. Epitaphium in 12 Distichen: Beitr. z. K.Steierm. GQ. XII, 25.

2 ) Chron. Reichersp. 1110. Ann. Rod. 1111. 1121. 1123. Vita Lamberliprimi praepositi Novi Operis, bei Schannat, Vindemiae II, 68.