262 Achtes Kapitel.
für den Fremden- und Handelsverkehr zurückkehren können,so würde man ein solches Entgegenkommen der coreischenBehörden überall mit grosser Freude begrüsst haben, undaller Wahrscheinlichkeit nach würden die bösen Folgenabgewendet worden sein, die die unverantwortliche Er-mordung der Missionare jetzt unvermeidlich nach sichziehen muss. Aus Rücksicht für die Eegierung, und alsBeweis meiner freundlichen Gesinnung habe ich bishervermieden, dieses Gegenstandes zu erwähnen, und wenn ichdies jetzt thue, so geschieht es, um Ihnen zu zeigen, dasswir draussen doch nicht so ganz in Unwissenheit über diehiesigen Vorgänge sind, wie Sie anzunehmen scheinen. Ichkann Ihre ausweichende Antwort daher nur für das nehmen,was sie ist, nämlich als eine schliessliche und unbedingteAbweisung meines Gesuches; und da ich es unter diesenUmständen nicht für gerechtfertigt halte, länger mit demDampfer hier zu verweilen, so werden wir sofort Vor-bereitungen zu unserer Rückkehr treffen. Die Regierungwird es sich selbst zu danken haben, wenn das jetzt infreundschaftlicher Weise an sie gestellte Verlangen dasnächste mal in einer kategorischen und weniger annehm-baren Form wiederholt wird."
Während die Gesandten meiner Antwort sehr auf-merksam, ohne eine Miene zu verziehen, zuhörten, schriebenihre Secretäre dieselbe Wort für Wort nieder. Als ichauf den Fall der Missionare zu sprechen kam, zuckten siezusammen und sahen einander an, als wenn sie sichwunderten, dass derselbe auswärts bekannt sei. Beide er-hoben sich und traten auf mich zu, nachdem ich geendet,und versuchten meinen deutlich gezeigten Aerger und Ver-druss zu besänftigen. Es schien ihnen sehr leidzuthun,dass ich mir den Bescheid, den sie zu ertheilen den Auf-trag hatten, so sehr zu Herzen nahm; auch sprachen siedie Hoffnung aus, dass sich im Laufe der Zeit die An-