138 Viertes Kapitel.
Aller Wahrscheinlichkeit nach stammen diese Geschützenoch aus der Zeit der japanesischen Kriege, gewiss ist,dass sie bereits mehrere hundert Jahre alt waren. Diegewöhnlichen Soldaten sind fast niemals mit Schwerternbewaffnet, nur Offiziere und Beamte höhern Ranges tragenmanchmal japanesische Schwerter, die aber ihrem alten undverrosteten Aussehen nach zu urtheilen ebenfalls noch ausder japanesischen Kriegszeit herzurühren scheinen — wiesie auch wol mehr als Abzeichen des Ranges als nütz-lichem Zwecken dienen.
Die Farbe der Fahnen und Standarten, von denen jeeine Abtheilung von 10 —12 Mann eine führt, ist dunkel-blau mit schwarzen, oder weissen Charakteren, die denNamen und die Nummer der Truppe angibt. Die Formderselben ist viereckig, während solche, die die Beamtenin ihrem Gefolge führen, dreieckig mit einer rothen ge-zackten Borte besetzt sind.
An eine Befestigung einzelner Punkte der Meeresküstedurch Forts u. s. w. scheint man nicht gedacht zu haben,wahrscheinlich hat man einestheils einen Angriff von derWest- oder Ostseite der Halbinsel für unmöglich gehaltenoder sich auf die allerdings nicht geringen Schwierigkeitenverlassen, die das Fahrwasser und die vielen Bänke derAnnäherung fremder Schiffe bieten. Um indess von demNahen eines jeden verdächtig aussehenden Fahrzeuges so-fort benachrichtigt zu werden, ist ein Signalsystem vonverschiedenen Punkten der Küste bis zur Hauptstadt her-gestellt worden. Von diesen Signalstationen, die sich bisauf die weit hinausliegenden Inseln erstrecken, welcheihren Platz auf weit sichtbaren Hügeln haben, wird jedenAbend bei Sonnenuntergang durch grosse Feuer von Bergzu Berg nach der Hauptstadt telegraphirt — ein Feuerbedeutet Frieden oder dass man nichts erblickt, zwei zeigenKrieg an, oder vielmehr, dass sich irgendein verdächtiges