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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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Bauart der Häuser. 123

japanesischen, nur dass man in Corea keine Idee von derNettigkeit und Reinlichkeit hat, die durchgängig alleWohngebäude in Japan auszeichnen. Auf dem Landefindet man fast niemals gedielte Fussböden, und dient dernackte Erdboden, auf dem die Wohnungen stehen, diesemZweck; wo in bessern Häusern indess solche angebrachtsind, sind sie wie in Japan ungefähr einen Fuss über demBoden erhaben; solche Häuser findet man auch mit Schiebe-thüren und Fenstern, die auch die innern Gemächer mit-einander verbinden, versehen, die ganz im japanesischenStil sich ohne Zweifel noch aus der Zeit der japanesischenEroberungen herdatiren. Auch findet man dann und wannbei den Häusern kleine Verandas mit vorspringendenDächern. Im allgemeinen machen indess die coreischenWohngebäude einen armseligen Eindruck, verglichen mitdenen, die man in den benachbarten Ländern findet, unddie Coreer haben noch sehr viel zu lernen, wenn sie inder Baukunst auch nur annähernd den Chinesen und Japa-nesen gleichkommen wollen. l

Selbst die sogenannten Paläste des Königs in derHauptstadt und an andern Orten, sowie die Häuser derVornehmen und Adelsklassen, aus Holz und Steinen ge-baut, machen einen nichts weniger als grossartigen Ein-druck, am hübschesten sind noch die ganz aus Holz zu-sammengefügten Gebäude, deren geschweifte Dächer mitüberhängenden Verzierungen einen rohen Versuch derNachahmung des chinesischen Geschmacks verrathen. Inder Bauart dieser hölzernen Häuser und der genauen und

1 Die mit den katholischen Priestern nach Schanghai geflüchtetenCoreer konnten sich zuerst gar nicht von ihrem Staunen und ihrerBewunderung über die grössern chinesischen Häuser erholen, unddie europäischen Häuser brachten vollends einen tiefen Eindruckauf sie hervor, gegenüber welchen sie die königlichen Paläste in Coreanur als elende Hütten bezeichneten.