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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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Eroberungsversuche der Mongolen. 59

pfliohtigkeit seinerseits zurückzuziehen, wurde von der Handgewiesen, und ohnmächtig zu widerstehen, flüchtete derKönig in die Gebirge der Ostküste. Octai theilte das Landhierauf in verschiedene Statthalterschaften, über welche ermongolische Beamte einsetzte. Jedoch schon im darauf-folgenden Jahre erhob sich das Volk in Masse gegen dieihm aufgedrungenen Behörden und hieb alle Ausländerohne Unterschied nieder. Der König, welcher inzwischenin den Gebirgen ein Heer gesammelt hatte, zog den Tar-taren entgegen, und diese, von ihrem frühern Glück imStich gelassen, verloren schon im ersten Treffen vieleLeute und ihren Führer, sodass Octai, noch stärkere Verlustebefürchtend, sich veranlasst sah, zu den ihm früher vor-geschlagenen Bedingungen Frieden zu schliessen und mitseinen Truppen Corea zu räumen. Nach Zustandekommendes Friedens fand eine Zusammenkunft zwischen Octai unddem coreischen Könige statt; letzterer wurde mit be-sonderer Achtung und Auszeichnung behandelt und Hess beiseiner Abreise seinen jungen Sohn am Hofe des Octai zurück,der denselben seinem Stande gemäss zu erziehen versprach.Auch unter dem Sohn Octai's, Koyou oder Koueidauerte das freundschaftliche Verhältniss zwischen denbeiden Herrscherfamilien fort; diesem folgte indess schonnach kurzer Regierung Mangou als Kaiser, dem, kriegerischund ehrgeizig, die friedfertigen Beziehungen mit Corea nichtbenagten und der bald mit der Absicht hervortrat, seineMacht durch die gänzliche Unterwerfung Coreas auszudehnen.Den Frieden brechend drang er mit seinen Horden ziemlichtief in Corea ein, konnte es aber trotz seiner ersten Er-folge nicht erreichen, von der Bevölkerung, die ihrem altenKönige treu blieb, als Herrscher anerkannt zu werden.Alle Versuche, die friedliche Lösung auf Basis der altenVerträge wiederherzustellen, scheiterten an der Hartnäckig-keit des Mangou, der sich nur mit der vollständigen Unter-