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Christi Leiden, in einer Vision geschaut
Entstehung
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VI
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VI Vorwort.

(1895, Graz)Diu vröne botschaft ze der Christenheit" gewann ihm ruhm-volle Auszeichnung. Die bedeutende, für alle deutsche Handschriften-forschung in England grundlegende ArbeitDeutsche Handschriftenin England" (1896/1901, Erlangen) brachte bei vorbildlicher Gelehrten-forschung unersetzlich wertvolles und neues Material für die Germa-nistik. Schon im Sommer 1892, als sich R. Priebschs sehnsüchtigerWunsch, die Schätze des British Museum kennenzulernen, erfüllt hatte,faßte er den weittragenden Plan zu dieser systematischen Beschrei-bung sämtlicher deutscher Hss. im British Museum (s. Dezemberheft,Litteraturblatt f. germ. u. rom. Philologie 1892, S. 438). Die Arbeiterstreckte sich bald über alle deutschen Hss. in zugänglichen öffent-lichen und privaten Bibliotheken, in Ashburnham-Place, Cambridge,Oxford, Gheltenham, Wigan (Haigh Hall, Lancashire, BibliothecaLindesiana) u. a. Erst die zukünftige Geschichte der Germanistikwird R. Priebsch für diese Schatzhebung zu Recht danken können.Eine nicht minder wertvolle Bereicherung des Wissensgutes be-deuteten auch dieDeutschen Handschriften in der könig-lichen Bibliothek zu Brüssel", ferner eine Arbeit über Prosa undVers zu Charles I.-Prozeß und Tod, die berühmte Heliand-Forschung (British Museum MS) (1925), die mit eingehendem, wissen-schaftlichem Apparat besorgten, verläßlichen Ausgaben:Die heiligeRegel" (ein Cisterzienser MS) (1909),Bruder Rausch" (1919)und das spätmhd. GedichtJohan üe dem Virgiere" (1931) mit flä-mischer Version. In zahlreichen Rezensionen, viele in der Zeitschriftf. d. Philologie, Modern Language Review, Herrigs Archiv u. a.,wirkte R. Priebsch als Wegweiser, Berater und Schiedsrichter überFragen seines geliebten Faches. Für die Encyclopaedia Brittanica ver-faßte er den Abschnitt über die deutsche Sprache. Sein letztesWerkThe German Language", das er im vergangenen Jahre mitWilliam Eduard Collinson als Vermächtnis den Germanisten Englandsübergab, krönt die Tätigkeit dieses edlen Herzens, unerschöpflichim Dienste deutscher Wissenschaft. Einige Jahre vor seinem Todearbeitete er für Genf den Plan zu einer Sammelstelle von Photo-graphien aller Hss. der Welt aus, die in Wien oder München errichtetwerden sollte. Die Idee fand ein freundliches und bereitwilliges Echo