30
Josephs Weigerung und Gebet.
1830
I
183»
Ain sölicli maget, also gut,So jung, so hailig, also zart, 1820
1790 So her, der ich nie wirdig wart,Wan si ist hoclier eren werd.Min hercz och kaine frowegert.'Nu merkent was Got raine- 1825
kait,Tugend und beschaidenhait,1795 Wisshait und staetekaitAn Josephen hat gelait,Der ain magt so gut versprach,Der glich kain ög nie gesachNoch du weit nie gewan1800 Noch gewinnen nit enkan.Des stat sin lob inpriseMit alles lobes wise.
Vil msenig stimme do erschal:Sü ruftend lut über al,1805 Baidü prister, frowen und man,Er rnüste ie doch die maget
han.Do in also betwungenDie alten und die jungen, 1840
Ze Gotte sprach er sin gebett1810 (Mit flisse und ernst er das
tett)Von allem herczen tögen,Mit Avainenden ögen. 1845
Er sprach: 'allmächtiger Got,Du allü ding hast geordinot,1815 Das si müsend belibenlemer uf ir schiben,Also bi dem ersten best ge-geben ; 1850[Urb] Tj n a gewunnent nie kain wider-streben
Wan der manisch allaine,Den du, herre, so raineGeschöft ze allem werdeTJs ain vil wening erde,Das er indiner huldeWsere iemer äne sclmlde,Ze dienste als dir zaeme,Und frucht von im k«mieAne alle sünde und äne weZestaeten fröden iemer me.Das ist mit schulden gar ver-lorn,Das wir enphangen und gebor»Insünden werde» iemermeZe maenigem jamer und we,Das wir liden müssen,Die alte schulde büssen,Du uns armen vaigenBeliben ist erbe und aigenUnd uns iemer wonet bi;Und niement mag des wesen
frigEr müsse von den schuldenVil msenig übel dulden.Das wa?re och alles borvil ütVerlurint wir die sele nüt,Dar umb wir müssint sorgenAbent und morgen,Und ist ain bitterlicher stritDer in uns vichtet alle zitWie er uns überwinde,Mit schulden gar verschlinde,Wie er uns bring in angst u' 1(l
notUnd eweklichen inden tod.Da vor hab ich mich ie behu tDurch dich lieben herre gut,
1793—1802 ohne Entsprechung in der VB.
1803—82 = VE. 1390—1313.
1806. doch fehlt.
1815. müsend = müssend?
1819. nifEiisch] ve (ans e?) korr.
1821. Geschüft = Geschüfe; s. Diss.
1826. käme.
1831. werde.
1852. 7. lieher ? oder herren?
8.*