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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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755
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Biographische Uebersioht. 755

Franz Carl Nägele in Heidelberg, geb. 12. Juli 1777 zu Düsseldorf, bis1843. Hochverdient um die Erforschung des Geburtsniechanismus und derBeckenlehre.

von Ritgen, Ferdinand August, war seit 1814 bis 1867 Professor inGiessen.

Kilian, Hermann Friedrich, geb. 5? Febr. 18Ö0, gest. 7. August 1863,seit 1834 Professor in Bonn. Ein verdienstvolles Werk war seine Operationslehrefür Geburtshelfer mit dem Armamentarium LucnAie novum.

Kiwisch, Franz, Ritter von Rotterau. Sein Hauptverdienst war, in derVerwerthung der pathologisch-anatomischen Forschung den Anfang zu machen.Er wirkte vielfach reformirend auf Geburtshülfe und Gynäkologie. Geb. am 30. April1814, war er 18451850 Professor in Würzburg, von da bis zu seinem Tode inPrag. Er starb am 24. Oct. 1851.

Semmelweiss, Ignaz Philipp, geb. 1818 zu Ofen, studirte in Wien.Seine epochemachende Thätigkeit und seine hohe Bedeutung für die Geburtshülfeund die medicinische Wissenschaft überhaupt ist bei Gelegenheit der Prophylaxisdes Kindbettfiebers (S. 3) schon besprochen worden. Er starb 13. Aug. 1865.

Michaelis, Gustav Adolph, geb. 9. Juli 1798 in Harburg. Professor derGeburtshülfe in Kiel seit 1841, starb 8. August 1848. Sein berühmtes Werk:Ueber das enge Becken" erschien 1865, herausgegeben von C. C. Th. Litzmann.

Martin, Eduard, geb. 22. April 1809, 1850 Professor in Jena, seit 1858bis zu seinem Tod (5. Dec. 1875) Professor in Berlin. Sein Hauptwerk behandeltedie Lageveränderungen der Gebärmutter.

von Hecker, Karl, geb. 8. Mai 1827 in Berlin. Hecker hat durch aus-gedehnte statistische Arbeiten und~insbesondere durch seineKlinik der Geburts-kunde" die Wissenschaft gefördert. Er wurde 1858 nach Marburg und schon einJahr später nach München berufen, wo er am 14. Dec. 1882 plötzlich starb.

Spiegelberg, Otto, geb. 9. Januar 1830 zu Peine in Hannover, wurde1861 Professor in Freiburg, 1864 in Königsberg, 1865 in Breslau, wo er bis zuseinem frühen Tod (9. August 1882) unermüdlich wirkte. Spiegelberg hat sichdurch grosse Wissenschaftlichkeit hohe Verdienste erworben. Er stellte mit grossemErfolg die experimentell pathologische Forschung in den Dienst der Wissenschaftund förderte dadurch in hervorragender Weise die Geburtshülfe und Gynäkologie.

Karl Schröder. Wiederum hat der Tod in die Reihe der deutschenFachgenossen eine schmerzliche Lücke gerissen, indem der Mann, welcher durchseine glänzenden Erfolge die operative Gynäkologie in unvergleichlicher Weise ge-fördert hatte, aus einem überaus segensreichen Wirken erschütternd schnell abge-rufen wurde. Karl Schröder wurde geb. den 11. Sept. 1838 zu Neu-Strelitz inMecklenburg. 1866 habilitirte er sich in Bonn, wurde 1868 Professor in Erlangenund 1876 in Berlin, wo er am 7. Februar 1887 starb zum grössten Leidwesen Aller,die ihn kannten.