Die Zangenoperation bei Gesichtslagen.
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Zange bei Schädellagen acceptiren, so sprechen wir uns mit aller Ent-schiedenheit gegen ähnliche Versuche bei Gesichtslagen aus. Der Grundfür diese verschiedene Meinung liegt darin, dass bei Gesichtslagen dieDrehung regelmässig höher im Becken zu Stande kommt. Beim Durch-tritt durch den Beckeneingang soll man ja auch bei Schädellagen denVerlauf nicht ändern, die Drehung nicht erzwingen, wenn der Kopfnoch hoch steht.
Wenn einmal das Gesicht mit dem Kinn nach hinten bis aufden Beckenboden herabsteigt, so ist die Anwendung der Zange einegefährliche Sache.
Für die Ausführung der Extraction bei einer gewöhnlichenStellung des Gesichtes ist sehr wenig zu bemerken. Die Zangenlöffel
Fig. 204.
Zangenapplieation bei Gesichtslagen.
werden auf beiden Seiten des Beckens über die Wangen des Kindes ein-geführt und recht hoch eingeschoben. Wenn sie richtig an den Seiten-theilen liegen, so schliessen sie auch gut. Bei der Extraction soll dar-auf geachtet werden, das Kinn und den Unterkiefer vor dem unterenWinkel der Symphyse hervorzuziehen, bevor man mit dem Erheben derGriffe beginnt; denn bei den Gesichtslagen ist der Unterkieferwinkel unddie zunächst angrenzende Partie des Halses resp. der Wirbelsäule dasHypomochlion der Drehbewegung.
Um also den grössten Umfang zu messen, müsste das Centimeter-band über den Angulus mandibulae und die hervorragendste Partie desHinterhauptes gelegt werden.
Natürlich braucht man beim Durchschneiden ein sehr starkes Er-heben der Griffe, um das Hinterhaupt über den Damm zu ziehen.