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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
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72
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72 Wachsthum der Frucht in den einzelnen Monaten.

Das Wachsthum der Frucht in den einzelnen Monaten.

Literatur.

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Bis zum Ende des ersten Monates erreicht das Ei ungefährWallnussgrösse.

Die Entwicklung ist immer anfangs viel rascher, später langsamer.

Wir kennen zwei ganz junge Eier aus der Hälfte des erstenMonats, nämlich eines von Thomson vom 12.—13. Tag mit einemDurchmesser von 5 mm; dann einen Embyro von Coste von 20—21Tagen, der vom Kopf zum Schwanzende direct gemessen eine Längevon 4 mm hatte. Vergleicht man damit ein Ei von Waldeyer, das4 Wochen alt war, so kommt die ausserordentlich schnelle Zunahmezum Ausdruck. Dieses Ei hatte 19 mm Länge und Iß 1 /* mm Breite.Sein Gewicht betrug in frischem Zustand 2,3 g, die Länge des Embryodirect vom Kopf zum Schwanzende 8 mm und die Bogenlinie überden Rücken hinweg 20 mm.

Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung und die Zeit-bestimmung ist es, dass die Allantois am Ende des ersten Monatsbereits an die Eiperipherie hinausgewachsen ist, also ein Nabel-strang schon besteht. Er geht ganz vom hinteren Körperende ab, istsehr kurz und breit, blasenartig.

Das Amnion umgibt den Fötus noch ganz nahe, und sowohlzwischen Fötus und Amnion, als auch zwischen Amnion und Chorionbefindet sich Flüssigkeit.

Zweiter Monat (bis acht Wochen). Länge des Embryo amEnde des Monats vom Kopf bis zum Schwanz direct, nach His, durch-schnittlich 22—25 mm.

Die Amnionhöhle ist grösser und enthält mehr Flüssigkeit. DasAmnion liegt dem Chorion an.

Der Nabelstrang ist länger geworden, die Dotterblase sehr klein,ihr Stiel — der Dottergang — fadenförmig ausgezogen. Die Bauch-wand ist geschlossen, aber an der Nabelinsertion liegen noch Darm-schlingen vor.