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Hasenclever's Illustrationen zur Jobsiade
Entstehung
Seite
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23nur sich und seinem Küster gefährlich, was bekanntlich außer ihnenbeiden, sonst Niemanden etwas angeht. Beff ist in den Sprachenganz besonders bewandert, hat viel darüber geschrieben, seineWerke sind indessen durch den Brand von Frankfurt selten ge-worden, und werden nur noch in den bedeutendsten Bibliothekenin Bruchstücken gezeigt. Dazu gehören, seine 36 Bogen großeAbhandlung,warum A der erste Buchstabe im Alphabet sei,eine nicht viel kleinere Abhandlungüber den Einfluß der Spracheauf die Bildung der Thiere und ganz besonders seine Disser-tationen,ob die Wörter auf im zum Wohllaut der lateinischenSprache beitrügen, und ob sie zu ihrer vollendeten Schönheitnothwendig seien. Sonst ist von ihm auch noch bekannt, daßer die Bibel nicht allein auswendig wußte, sondern auch ganzgenau ermittelt hatte, wie oft jedes Wort darin vorkomme, undwelche Buchstaben darin am seltensten seien. So ist es dennnicht schwer zu begreifen, warum er unsern Jobs so starr ansieht.Der Mann des eisernen Fleißes hat an der leichtfertigen Jugendfeinen Verdruß. Jobs hat von ihm nichts zu hoffen.Hinter Beff sitzt Herr Plotz,Ein Mann wie ein Engel,Er hatte zwar in der Jugend viele Mängel,Nachdem er aber sein Amt trat an,Ward er ein gar frommer Mann.O gewiß ist er ein durchaus frommer Mann; er kann gar nichtböse sein, denn es würde ihm zu viel Mühe machen. Er hatden ganz vernünftigen Grundsatz, daß man nur Gutes thun kann,so lange man lebt und gesund ist, d. h. so lange einem das Essenund Trinken schmeckt. Dieses ist es daher, was er besonders be-rücksichtigt, so wie das, was gut bekommt; und da nach einerReise, wie er sie heute zum Examen hat vornehmen müssen, eineErholung am Natürlichſten iſt, ſo hat er ſich zur Ruhe begeben.Er schwankt zwischen Wachen und Träumen. Warum soll eres nicht. Examiniren hat er schon manche sehen, und wenn erans Fragen kommt, so wird man es ihm schon bemerklich machen;er wird dann eine von den 10 Examinationsfragen, die einstihm gemacht sind, vorbringen, bis dahin kann seine Thätigkeit nichtvermißt werden. Und so sind denn die Augäpfel halb unter dieAugendeckel geglitten. Der Mund, weil es Mühe macht, ihngeschlossen zu halten, steht offen, und läßt aus seinem Winkeleiner Flüssigkeit freien Ausfluß, welche die Franzosen crachatnennen. Alle Gliedmaßen sind in höchster Passivität, nur dieDaumen scheinen noch wach, sie kreisen willenlos einer um denandern.Hinter ihm sitzt Pastor Krager,Ein Mann von Jahren,In den Kirchenvätern sehr wohl erfahren.