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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
Entstehung
Seite
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im spateren Mittelalter kam das Wort in der notariellenSpräche als Urkunde vor (vergl. DWb. IV 2 auc).

vurgeroyrt 335, oben erwähnt, ist ein in eöln. Schriften desXV. Jahrb. stets wiederkehrender Ausdruck.

Die adverbiale Wendung dickwijl, duckwijl 1281 ist inmir., ndf'r. und ndsächs. Gegenden heimisch, vgl. FrommannJI 311, hör. belg. X i, , 11s, Lübben mnd. Wb. 1 bis f

gerech 3143 bei Lexer nur aus nid. und ndrh. Schriftenmit Ausnahme einer Stelle bei Ulrich von Zazikhoven, ndsächs.gerack, gereck, ndl. gereck.

rutter seto. Dieses Wort, das in der späteren mhd. Sprachereuter lautet, und auch jetzt noch in einigen Mundarten indieser Form erhalten , /.. 1!. in der Wetterau (reuder) führtWeigand Wb. II _ m auf mittellat. ruterus, rutarius (von ruta,rupte, Lotte) zurück.

syecke sssi nd. bezeichnet eine niedrige, sumpfige Stelle,oft in den auf siek endigenden Localnamen erhalten, vomselben Stamme wie das mhd. sihte.

tortsehe 2517 und tortijse, gewundene Wachsfackel, die be-sonders bei feierlichen Gelegenheiten getragen wurde, nd. tor-ticie, tortisie, torse uns lat. torticium. Die Adverbia mitz 2476und oevermitz (das letztere, nicht bei Wierstraat) sind imXV. Jahrh. besonders häutig im Mir. und Nfr. mhd. mitezund übermitez.

onlede 222.-, entspricht dem nd. unlede, Mangel an freierZeit, Mühe, im Mhd. das Wort nicht vorhanden.

gevoit lose von voiden, pflegen, nähren, goth. fodjan, mnd.voden; die Form vuoten scheint im Oberdeutschen nicht ein-gebürgert zu sein, wenigstens weisen die Beispiele, die Lexerbringt, fast ausschliesslich nach Mitteldeutschland hin.

klaeren 1009 = erklären ist selten, vgl. Hildebrand imDWb.V 999 r.

vlij 2623, ein nd. Wort, zu füllen, fllen, in Ordnung bringen,gehörig. Vgl. Lexer III401,403, DWb. HI ml , Schade, altd.Wb. 205.