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Ob die Form hedt 7 . w , 92g als Praesens oder Praeteritumaufzufassen ist, lässt sich kaum entscheiden. Beispiele, indenen sie bald in der einen , bald in der anderen Bedeutungim Md. angewendet ist, bringt Weinhold, mhd. Gr. §377.Der Sinn spricht eher für ein Praesens. Im Infinitiv werdendie volleren Formen bevorzugt, im Partie. Praet. dagegen,das im Oberdeutschen regelmässig gehabet, gehapt heisst, zeigtsich hier, wie überhaupt im Md. die zusammengezogene, heeli'sund heefft weisen auf das niedersächs. und niederfränk.hebbian hin.
Participialbildungen.
Von geschehen erscheint als Partie, neben einmal vor-kommenden gesehyen 3018, die dem nd. und zumal dem mf'r.Dialecte eigenthümliche schwache Participalbildung gesehyet,an mehreren Stellen durch den Keim gesichert, geschiet: nietsiw, Kt7ä, geschiet: verdriet i,-,.v3,2133, so46- Neben getrefft me ist dieim Mhd. allein gebräuchliche Form getroffen 1450 durch denReim verbürgt. Das schwache Partie, von beginnen, das unsim Mhd. nur selten begegnet, steht V. 705 begunt: stunt.
Folgende Partie, lassen sich durch Anlehnung an dieInfinitivformen erklären:
erslän 1393, gevän 1393, daneben erslagen um, ans, gestechen1147, 2018 (diese Form sehr häufig im Karlmeinet und in Koel-hoff's Chronik), die einem mhd. gestochen entspricht, ist wohlals Analogiebildung zu Stämmen auf e mit vorhergehenderLiquida anzuseilen, wie brechen, stechen, rechen u. s. w. (urspr.aber nur bei brikan entwickelt, got. brukans, ahd. brochan,aber noch vrikans), bei denen das got. u, hochd. 0 ganz ge-rechtfertigt jst, da sich auf der Tiefstufe nach vorhergehenderLiquida jener Hilfsvocal entwickeln musste.
Flexion der Substantive.
Im Allgemeinen ist zu bemerken, dass das Umsichgreifen
der Apokopen und Synkopen viel«! Flexionsendungen hatschwinden lassen.