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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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Im Mir. ist die Form schon früh gebräuchlich, cf. Lacomblet,ndrh. Urkundeiibuch II 37» in einer Colner Urkunde vom Jahre1251 Nur dem Keime zu Liebe wird er Zeile 035 das Part.Praet, von bringen umgelautet haben, brecht: knecht; aberVers 1811 jacht: bracht.

Mhd.«. Als erste Ordinalzahl tritt bald die Form eyrste477,bald yerste 41,47» auf. Wenn diese Verschiedenheit derSchreibart auch auf ein Versehen des Druckers zurückgehenkann, so halte ich doch für wahrscheinlicher, dass hier einMittellaut zwischen e und i vorliegt, wie ihn noch die gegen-wärtige Mundart anwendet.

lieber i ist weiter nichts Bemerkenswerthes zu erwähnen.

ö. Statt des gemeindeutschen zwo hat Wierstraat dieForm zwfl, die sich aber nicht bloss auf unsern Dialect be-schränkt, sondern auch in Bayern und der Wetterau vorkommt,cf. Weinhold mhd. Gr. § 819, bair. Gramm. § 258.

Mhd. 06 als Umlaut von 6. Es zeigt sich Abneigunggegen den Umlaut, schoen: kroen 202, doyde: noyde 323, patroen:schuen («12, schein: troin isob, 2777> broide: noede 2107-

Mhd. ü. Der Uebergang des alten li zu nhd. au wirdvermittelt durch das in unserem Denkmale vorliegende ou,houff ( = hüfe): stoufi^g, houff: louft'722,: verblüff2000:kouH'3124; der Umlaut von diesom alten u tritt als eu auf,z. B. von liouH'e (schüfe) Flur, lieufl'en mi.

Diphthonge.

Mhd. ei. Auch hier entstehen wie im Gemeindeutschen,in manchen Fällen ei durch Contractu»!, overloyt: bereit 449,nedergeleit: bedeit 2927; benierkcnswerth ist der kurze Vocalin hillich: willich 2 s«o (auch im Sachs, hillich). Die Aussprachedes ei wird man als ei 1 anzusetzen haben, nur so erklärt sichder Reim andeyl: vyll 1257, wo dann das i in dem letzteren

1 Aelinlioh bei Veldecke (Bohaghol 2985/68) arbeit: tit; Schade,Geistl. God. d. Ndrh. 229 2122 zit: loit; Karlmeinet 382 61 begit: bereit,336 52 : leit307, stein: sin.