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Sprachliche Untersuchungen zu Christian Wierstraats Chronik der Stadt Neuss : ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Mittelfränkischen im XV. Jahrhundert
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Beispiele aus späterer .Zeit bringt Koberstein, Litterat. II 239 f .Sein- interessant ist in dieser Beziehung ein zu Cöln wahr-scheinlich o-egen Ende des XV. Jahrh. entstandenes Gedicht,betitelt: Stinehin van der Krone, hrsg. in den altdeutschenNeujahrsblättern von Birlinger und Crecelius, Jahrg. 1874,S. 75 h". Vier Freier bewerben sich um die Gunst einesMädchens, ein Oberdeutscher, ein Cölner, ein Holländer undein Westfale; jeder bringt seinen Antrag in dem ihm eigen-thümlichen Dialecte vor. Der Cölner: wat, dat u. s. w., derOberdeutsche aber: was (= quod), das (bisweilen entschlüpftihm" aber doch ein dat); der Westtale: ick (im Oöln. stetsich) luttick, gy, ock, to: der Holländer: tot (= cöln. zo,westfäl. to) woude , (= wollte), soude (= sollte), ho (= cöln.

wye).

Zunächst einiges über die Orthographie, die ebensowenigwie im Mittelalter eine strenge Gleiehmässigkeit zeigt; das-selbe Wort wird bald so, bald anders geschrieben, selbst inder gleichen Verszeile, ohne dass sich, wie Groote S. XXXIIannehmen möchte, ein triftiger Grund für ein solches Schwankenangeben Hesse. Eine kleine Zusammenstellung möge denWechsel in der Orthographie veranschaulichen.

il graphisch dargestellt durch:a wapen 235ae waepen n»ai clair sr,ay swayr 1400 (swaer 4111)

ursprünglich kurzes a, das aber zu Wierstraats Zeit nichtmehr bloss als Kürze anzusetzen ist:

a wall (wohl) 99

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daygh se, in derselben Z. dach

e gra])hisch dargestellt durch:

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