allen Bemühungen der Belagerten, sieh von den Feinden zubefreien, folgen. Besonders gelungen sind die" Theile, in wel-chen die Belagerer und Belagerten abwechselnd einander Spott-und Drohworte zuwerfen, und in denen sich der gesunde, wir-kungsvolle Humor Wierstraats Bahn bricht. Hierher gehörendie Verse 387—415. Vor den Mauern springen und pfeifendie Burgunder und rufen hohnvoll:
Syet naber, ghy moyt blyvennu moegdy nyrgend uytwy wyllen naerre drijvenind oloppen u dye lmytnaber, gy moyt oick hangenu wijff behalden wygheen nemen wy gefangengy syt eyn vuyll parthij u. s. w.
601 fordern die Neusser ilire Feinde auf, doch nur näherheranzukommen:
will ir niet bas heranuwer willen wir verbeiden,segt Vlemynck bi seilt Jan.
Als im Lager der Burgunder ein grosser Brand entstandenwar, rufen die Neussou ihnen zu:
wat onw naeber, lays byrnen vrijsent Qniryn wil dich sus sehenden
1620 ff. Die Neusser haben ein grosses Turnier veran-staltet, denn
Dy moyssen sieh wat ergetzondes arbeytz swayr up den letzenind maclien dem fürst frewden sehynman mach alltzijt niet droevich syn.
Ueber dieses fröhliche Treiben der Gegner ärgern sichdie Burgunder ganz gewaltig und Wierstraat vorstellt es nuntrefflich, diesen Aergor aus den Worten der Belagernden her-auskliugen zu lassen:
1635 ff.:
I naber wat ick heb gehoirthebdy dayr noch lust zo steikenmach u dit belegli niet breiken