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seine Führerinnen — denn wo/zu noch "weiter sie bemühen? Seine / gröfste Angele-genheit ist jetzt, die // zusammougohäuften Gedflohtnisschät/ze zur Schau zu tragen undja zu ver//hüten, dafs sie in ihrem "Werte nicht / sinken. Jede Erweiterung seiner //Brot- 1100Wissenschaft beunruhigt ihn, weil/sie ihm neue Arbeit zusendet, o//dor die vergangeneunnütz macht; je/de wichtige Neuerung schreckt ihn auf, // denn siezerbricht die alteSchulform - , die / er sich so mühsam zu eigen machte, // sie sotzt ihn in G-ofahr, die ganzeAr/beit seines vorigen Lebens zu ver//lieren. Wer hat über Reformato/ren mehr ge- 1200schrien, als der Haufe der // Brotgelehrten? Wer hält den Fortgang nütz/lioher Rovo-lntionon im Reich//des Wissens mehr auf als eben diese"? / Jedes Liebt, das durch einglückliches Q-e//nie, in welcher Wissenschaft es sei, an/gezündet wird, macht ihre Dürf-tigkeit//sichtbar; sie fechten mit Erbitterung./mit Heimtücke und Verzweiflung, weilsie //bei dem Sehnlsystem. das sie verteidi/gen, zugleich für ihr ganzes Dasein fech//ten. 1300Darum kein unversöhnlicherer / Feind, kein neidischerer Amtsgehülfe.//kein bereit-willigerer Ketzerma/oher, als der Brotgelehrte. Je weni//ger seine Kenntnisse durchsich selbst ihn / belohnen, desto grölsere Vergel/Ztung heischt er von aul'sen; für dasVerdienst/der Handarbeiter und das Vordienst der//Geister bat er nur einen Marsstab: 1400die / Mühe. Darum hört man Niemand über // Undank mehr klagen, als den Brot-gelohr/ton; nicht bei seinen Gedankenschätzen//sucht er seinen Lohn, seinen Lohn er-war/tet er von fremder Anerkennung, von / Ehrenstellung, von Versorgung. Schlägt ihm/dieses fehl, wer ist unglücklicher als// der Brotgelehrte? Er hat umsonst ge/lebt.gewacht, gearbeitet; er bat um//sonst nach Wahrheit geforscht, wenn sich Wahrheit/1500für ihn nicht in Gold, in Zeitungslob, in // Fürstengunst verwandelt. Beklagenswer/torMensch, der mit dem edelsten aller // Werkzeuge, mit Wissenschaft und Kunst, nichts/höheres will und ausrichtet, als der // Tagelöhner mit dem schlechtesten, der / im Reicheder vollkommensten Freiheit//eine Solavenseele mit sieh herum/trägt. Noch beklagens-werter aber ist // der junge Mann von Genie, dessen na/türlich schöner Gang durch 1600schädliche Leh//ren und Muster auf diesen traurigen/Abweg verlenkt wird, der siebüberre//den liefs, für seinen künftigen Beruf/mit dieser kümmerlichen Genauig//keit zusammeln. Bald wird seine Berufs/wissenschaft als ein Stückwerk ihn ane/keln; Wünscheworden in ihm erwachen,/ die sie nicht zu befriedigen vermag,//sein Genie wird sieb 1700gegon seine Be/stimmung autlehnen. Als Bruchstück erseheint // ihm jetzt alles, was erthut, er siebt keinen Zweck seines Wirkens, und doch kann er // Zweoklosigkeit nichtertragen. Das Müh/selige, das Geringfügige in//seinen.Berufsgeschäften drückt ihn zu/Bodon, weil er ihm den frohen Mut // nicht entgegensetzen kann, der nur die hol/le Ein-siebt, nur tue geahndete Vol//lendung begleitet. Er fühlt sich abge/schnitten, heraus- 1800gerissen aus dem Zu//sammenhang der Dinge, weil er unter/lassen bat, seine Thiltigke.itan das // grofse Ganze der Welt anzuschliolson. / Dem Rechtsgelehrton entleidet seine/Rechtswissenschaft sobald der Schimmer bes/serer Kultur ihre Blöfsen ihm be//leuohtet,anstatt, dafs or jetzt streben soll/te, ein neuer Schöpfer derselben zu // sein und den 1900entdeckten Mangel aus in/nerer Fülle zu verbessern. Der Arzt entzweit // sich mitseinem Beruf, sobald/ihm wichtige Fehlschlage die Unzu//vorlässigkeit seiner Systemezei/gen ; der Theolog verliert dio Achtung // für den seinigen, sobald soin Glaube / an dieUnfehlbarkeit seines Lebrgo//bäiulos wankt. Wie ganz anders verhält sich / der philoso-phische Kopf! — Ebenso // sorgfältig als dor Brotgelehrte sei/no Wissenschaft von allen 2000übrigen// absondert, bestrebt sich joner, ihr Ge/biet zu erweitern, und ihren Bund mit//den übrigen wieder herzustellen, / herzustellen sage ich, denn nur der//abstrahierendeVorstand hat jene /Grenzen gemacht, hat jenoWissenschaf//ton von oinander gosehioden.Wo der / Brotgelehrte trennt, voroinigt dor philosophische Geist. Frühe hat or sich/ 2100überzeugt, dafs im Gobioto des Vor//standes, wie in der Sinnenwolt Alles / ineinandergroifo, und soin reger // Trieb nach Übereinstimmung kann sieh mit/Bruchstücken nichtbegnügen. Alle sei//no Bestrebungen sind auf Vollendung / seines Wissens gerichtotseine odle//Ungodnld kann nicht, ruhen, bis al/le seine Begriffe zu einem har//monisebon 2200Ganzen sich geordnet ha/hon, bis or im Mittelpunkt seiner Kunst//seiner Wissenschaftstobt und von/hier aus ihr Gebiet mit befriedigtem Blick ü//berschaut. Neue Ent-deckungen im Krei/se seiner Thätigkeit, die den Brotgolehrton niederschlagen, ent-zücken den / philosophischen Geist. Vielleicht füllt sio oino // Lücke, dio das werdende