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1 (1891) Diktatstenographie
Entstehung
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Vorrede und Einleitung.

Die erste Auflage des Lehrbuchs der Debattenschrift (Diktat-stenographie" undFreie Kürzung" in einem Bande vereinigt) hataufserordentlichen Beifall gefunden. Die Kürzungstheorie hat sich auchin der Praxis in jeder Beziehung vorzüglich bewährt. Die Erfahrung hatsogar gelehrt, dafs die grofse Deutlichkeit der Vereinfachten Stenographiegestattet, die Kürzungsvorteile ohne Gefährdung der Wiederlesbarkeit ineinem gröfseren Mafse auszunutzen, als vorher angenommen worden war,wogegen bekanntlich die hervorragendsten Stolzcschcn Praktiker empfehlen,so wenig wie möglich zu kürzen, weil diese Schrift sonst wegen ihrer peinlichenUnterscheidungen zu unleserlich wird.

Unsere Ausführung in der Vorrede zur ersten Auflage, dafs derweitaus gröfsere Regelapparat der älteren Systeme, namentlich des Gabeis-bergerschen, keineswegs zur Herbeiführung einer gröfseren Kürze diene,sondern lediglich durch die unpraktische Zeichenauswahl bedingt sei,hat bis heute keine Widerlegung gefunden, und darf wohl auch als unan-fechtbar angesehen werden. Die Vereinfachte Stenographie ist thatsächlichnicht nur die einfachste Gebrauchsschrift, sondern auch alsRedezeichenkunst"allen andern Systemen weit überlegen.

Das Lehrbuch der Debattenschrift erscheint diesmal in zwei geson-derten Teilen, deren erster die erste Stufe der Debattenschrift, die sog.Diktat-Stenographie enthält. Die Diktat-Stenographie lehrt alle diejenigenKürzungsvorteile, welche mechanisch, ohne Rücksicht auf den Zusammen-hang angewandt werden können. Da gerade die häufigsten Satzteile bei diesenRegeln berücksichtigt sind, so wird bereits in der Diktatstenographie einhoher Grad von Kürze erreicht, der, wie die Leistung des Herrn stucl."theol. Kefsler in Bonn (welcher bei seiner Praktikerprüfung über 300 Silbenin der Minute in Diktatstenographic schrieb) beweist, selbst für die grofstcSchnelligkeit ausreicht.

Die zweite Stufe der Debattenschrift (dieFreie Kürzung") giebtdem Praktiker die Grundsätze zur weiteren Abkürzung der Schrift biszur äufsersten Grenze der Möglichkeit an die Hand.