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1 (1891) Diktatstenographie
Entstehung
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Gan/zo seiner Begriffe noch verunstaltet hatte, oder setzen den letzten / noch fohlenden 2300Stein an sein Ideenge//bäude, der es vollendet. Sollten sie es./ aber auch zertrümmern,sollte ei//ne neue Gedankenreiche, eine / neue Naturerscheinung, ein neu entdecktes Ge-setz in der Körperwelt den /ganzen Bau seiner Wissenschaft umstür//zen, so hat erdie Wahrheit immer mehr/ gelieht als sein System, und gerne wird/Vor die alte mangel- 2100hafte Form mit einerneueren und schöneren vertauschen. Ja, wenn kein Streich vonaufsen sein/Ideengebäude erschüttert, so ist //er selbst von einem ewig wirksamen/Trieb nach Verbesserung gezwungen, er//selbst ist der erste, der es unbefrie/digt aus-einanderlegt, um es vollkom//mener wiederherzustellen. Durch im/mer neue und immerschönere Ge//dankenformen schreitet der philoso/pbische Geist zu höherer Vortrefflich-// 2500keit fort, wenn der Brotgelehrte in e/wigem Geistesstillstaud das unfruchtba//re Einerleiseinor Schulbegriffe/ hütet. Kein gerechterer Beurtei//ler fremden Verdienstes als derphilo/sophische Kopf. Scharfsinnig und ernn/derisch genug, um jede Tbätigkeit / zunutzen, ist er auch billig genug. // den Urheber auch «Irr kleinsten zu eh/ren. für ihn 2600arbeiten alle Köpfe,//alle Köpfe arbeiten gegen den / Brotgelehrten, Jener weiss alleswas//um ihn geschieht und gedacht wird in sein/Eigentum zu verwandeln, zwischenden//kenden Köpfen gilt eine innige / Gemeinschaft aller Güter des Geistes. // Was einerim Reiche der Wahrheit er/wirbt, hat er allen erworben. Der Brot//gelehrte verzäunt 270Osich gegen alle / seine Nachbarn, denen er neidisch Licht//und Sonne mifsgönnt undbewacht mit Sor/ge die baufällige Schranke, die ihn nur schwach gegen die siegendeVernunft/verteidigt. Zu allem, was der Brotge//lehrte unternimmt, mufs er Reiz undAuf/muuterung von aufsen her borgen; der // philosophische Geist findet in sei/nemGegenstand, in seinem Fleifse selbst//Reiz und Belohnung. Wie viel begeister/ter kann 2800er sein Werk angreifen, wie viel//lebendiger wird sein Eifer, wie viel / ausdauerndersein Mut und seine Thit//tigkoit sein, da bei ihm die Arbeit sich /durch die Arbeit ver-jüngt. Das Kloine selbst//gewinnt Grölse unter seiner sehöpfe/rischon Hand, da erdabei immer das//Grofse im Auge hat, dorn er dient, wenn / der Brotgelehrte in demGrofsen seihst // nur das Kleine sieht. Nicht was er treibt, son/dern wio er das, was er ^900treibt, behandelt,/unterscheidet den philosophischen / Geist, Wo er auch stehe undwirke, er//steht immer im Mittelpunkt des Ganzen,/und so weit ihn auch das Objektseinos//Wirkons von seinen übrigen Brüdern entferne, er ist ihnen verwandt, und//nahe durch einen harmonisch wirken/den Verstand, er begegnet ihnen, wo//alle hellen 3000Köpfe einander fln/den. Soll ich diese Schilderung noch wei//tor fortführen, oder darfich hoffen, / dafs es bereits bei ihnen entschieden// sei, welches von den beiden Ge-mälden, / die ich Ihnen hier vorgehalten ha//be, Sie sich zum Muster nehmen wollen'?/Von der Wahl, die Sio zwischen beiden ge//troffon haben, hängt es ah, ob Ihnen / dasStudium der Universalge//schichte empfohlen oder erlassen wordoii / kann. Mit dem 3100Zweiten allein ha//bo ich es zu thun ; denn bei dorn Bestro/bon, sich dem ersten nütz-lich zu machen,//möchte sich die Wissenschaft selbst allzu/weit von ihrem höherenKndzwock ent//fernen und einen kleinen Gewinn mit/einem zu grofsen Opfer erkaufen.//Über den Gesichtspunkt mit Ihnen ei/nig. aus welchem der Begriff einer Wis//sen-schaft zu bestimmen ist, kann ich/mich dem Begriff der Universalgeschich//te selbst, fiiKX)dem Gegenstand der heutigen / Vorlesung nähern.