fillgem. Stenogr.-Verein Stolze-Schrev lOÄrein. ■■■■■•.'•...... Hin .-.rni.i.1 ! Lehrbuch der Debattenschrift nach dem System der Vereinfachten deutschen Stenographie von Ferdinand Schrey, früher amtlicher Stenograph des Rheinischen Provinziol-Landtages njii I «Irr Stiult Barmen. II. Aurlage. I. Teil: Diktatstenographie. Berlin S. \\ '.. Krausenstrasse 35. In Kommission bei Hugo Klein, Barmen. 1891. j s I I Im Selbstverläge. ♦ ! III vi H Mf. : t DORF 1f^. < ? ^>t> Seinem verehrten Freunde, Herrn Gymnasialdirektor Dr. OSCAR HENKE in BARMEN, dem hochherzigen Förderer der Stenographie in Dankbarkeit zugeeignet vom Verfasser, Vorrede und Einleitung. Die erste Auflage des Lehrbuchs der Debattenschrift („Diktatstenographie" und „Freie Kürzung" in einem Bande vereinigt) hat aufserordentlichen • Beifall gefunden. Die Kürzungstheorie hat sich auch in der Praxis in jeder Beziehung vorzüglich bewährt. Die Erfahrung hat sogar gelehrt, dafs die grofse Deutlichkeit der Vereinfachten Stenographie gestattet, die Kürzungsvorteile ohne Gefährdung der Wiederlesbarkeit in einem gröfseren Mafse auszunutzen, als vorher angenommen worden war, wogegen bekanntlich die hervorragendsten Stolzcschcn Praktiker empfehlen, so wenig wie möglich zu kürzen, weil diese Schrift sonst wegen ihrer peinlichen Unterscheidungen zu unleserlich wird. Unsere Ausführung in der Vorrede zur ersten Auflage, dafs der weitaus gröfsere Regelapparat der älteren Systeme, namentlich des Gabeis- bergerschen, keineswegs zur Herbeiführung einer gröfseren Kürze diene, sondern lediglich durch die unpraktische Zeichenauswahl bedingt sei, hat bis heute keine Widerlegung gefunden, und darf wohl auch als unanfechtbar angesehen werden. Die Vereinfachte Stenographie ist thatsächlich nicht nur die einfachste Gebrauchsschrift, sondern auch als „Redezeichenkunst" allen andern Systemen weit überlegen. Das Lehrbuch der Debattenschrift erscheint diesmal in zwei gesonderten Teilen, deren erster die erste Stufe der Debattenschrift, die sog. Diktat-Stenographie enthält. Die Diktat-Stenographie lehrt alle diejenigen Kürzungsvorteile, welche mechanisch, ohne Rücksicht auf den Zusammenhang angewandt werden können. Da gerade die häufigsten Satzteile bei diesen Regeln berücksichtigt sind, so wird bereits in der Diktatstenographie ein hoher Grad von Kürze erreicht, der, wie die Leistung des Herrn stucl." theol. Kefsler in Bonn (welcher bei seiner Praktikerprüfung über 300 Silben in der Minute in Diktatstenographic schrieb) beweist, selbst für die grofstc Schnelligkeit ausreicht. Die zweite Stufe der Debattenschrift (die „Freie Kürzung") giebt dem Praktiker die Grundsätze zur weiteren Abkürzung der Schrift bis zur äufsersten Grenze der Möglichkeit an die Hand. VI Bezüglich der Anwendung dieses Buches sei noch besonders darauf aufmerksam gemacht, dafs der zweite Teil jeder Übertragungs-Aufgabc mit den stenographischen Beispielen der betreffenden Lektion übereinstimmt. Hierdurch ist eine genaue Kontrolle, ob der Stoff gehörig eingeübt ist, ermöglicht und das Buch auch zum Selbstunterricht geeignet gemacht. Die Übertragung der als Leseübung dienenden Rede ist in Typendruck mit Silbenzahlung gegeben um ein Rückübertragen und Vergleichen, sowie das Schreiben der Reden nach Diktat in bestimmten Schnelligkeiten zu ermöglichen. Das oft wiederholte Schreiben derselben Reden kann nicht dringend genug empfohlen werden. Vorbedingung für ein erfolgreiches Üben der Debattenschrift ist, dafs man die Schulschrift durchaus beherrscht und wenigstens 100 bis 120 Silben in gutei - deutlicher Schrift schreiben kann. Nach Durchnahme des ersten Teiles der Debattenschrift (der Diktatstenographie) mufs wieder eine Pause gemacht und dieser Teil erst gut eingeübt werden, ehe man weiter geht. Das allerwichtigste und überhaupt der einzige Weg zu gröfseren Leistungen, ist fleifsige ununterbrochene und möglichst auf kurze Zeit zusammengedrängte Übung. Wer in zehn Tagen je drei Stunden übt, wird es darin doppelt soweit bringen, als jemand, der in 30 Tagen je eine Stunde übt, und wer zu selten übt, oder Unterbrechungen eintreten läfst, wird überhaupt keine Schnelligkeit erreichen. Die beste Übung ist das Diktatschreiben. Es ist sehr zu empfehlen, mit zwei oder drei anderen eine Kameradschaft zu gegenseitigem Diktieren zu bilden. Nur im Notfalle begnüge man sich mit Abschreiben oder mit Schreiben unterhalb eines gedruckten Textes; man nehme dazu Typendruck, dessen einzelne Zeilen soweit von einander entfernt sind, dafs die Übertragung in stenographische Schrift auf dem freien Raum Platz findet; auch das Niederschreiben von Gedichten aus dem Gedächtnis ist zu empfehlen. Unerläfslich ist es, das Geschriebene stets wieder zu lesen, um die Fähigkeit zu erlangen, auch flott geschriebene und selbst verzerrte Schrift zu lesen. Auch übe man das Lesen von längere Zeit vorher geschriebenen Stenogrammen. Verfasser hat oft den Fall gehabt, dafs er Stenogramme von anderen ganz gut lesen konnte, welche die Schreiber selbst nicht, oder nur mühsam zu entziffern vermochten, weil sie verabsäumt hatten, sich im Lesen ihrer eignen Schrift zu üben. Man vermeide sehr strenge jedes ruck- oder stofsweise Schreiben und Pausen zwischen den einzelnen Wörtern. Der stenographische Satz mufs genau so flüssig hintereinander geschrieben werden, wie man in der gewöhnlichen Schrift ein langes Wort zu schreiben pflegt. Die Anfänger befinden sich gewöhnlich in dem grofsen Irrtume, dafs das Nachschreiben in der Kunst bestehe, aufserordentlich schnell zu schreiben, während es lediglich darauf ankommt, die gekürzte stenographische Schrift ebenso mechanisch, ohn:; Besinnen und so bequem schreiben zu können, wie man die gewöhnliche Schrift schreibt und dies erlangt man eben nur durch VII Übung. 250 Silben in der Minute ist schon eine gute Schnelligkeit und dem Verfasser sind manche Stenographen bekannt, welche diese Schnelligkeit noch nicht beherrschen und doch den Ruf guter Praktiker geniefsen. Bei dieser Schnelligkeit schreibt man aber nicht schneller, wie ein Kurrentschreiber bei sehr guter deutlicher Schrift. Bei flotter, aber noch sehr deutlicher Schrift schreibt man in gewöhnlicher Schrift 300 bis 350 Schriftzüge in der Minute. Die stenographische Debattenschrift erfordert durchschnittlich für je eine Silbe % Schriftzug. Man braucht also die stenographische Debattenschrift nicht schneller zu schreiben, als deutliche gewöhnliche Schrift um die grofse Schnelligkeit von 400 Silben in der Minute zu leisten, welche in der Praxis nie vorkommt. Es ist vorteilhaft einen Satz in stenographischer Debattenschrift so lange wiederholt zu üben, bis man denselben so schnell wie gewöhnliche Schrift zu schreiben vermag. Auf das Schönschreiben mufs neben dem Schnellschreiben grofser Wert gelegt werden, namentlich auf die richtigen Gröfsen- und Höhenverhältnisse der Zeichen. Dies ist die Grundlage für das Schnellschreiben; die gute Lesbarkeit der Schrift ist dadurch bedingt. Als bestes Schreibmaterial sind unbedingt die Goldfedern zu empfehlen. Dieselben haben vor dem besten Bleistift, abgesehen davon, dafs sie auf die Dauer billiger sind, grofse Vorzüge. Die Goldfeder gleitet leicht und glatt übers Papier, die elastische Spitze giebt dem Druck der Hand leicht nach und ermöglicht deutlichste Unterscheidung der verstärkten Züge ohne besondere Ermüdung für die Hand. Die Tintenschrift ist leichter und sicherer lesbar und strengt das Auge weniger an, was bei den Berufstenographen ganz besonders in Betracht kommt, da diese häufig bei künstlichem Lichte zu arbeiten genötigt sind. Die Goldspitze bleibt stets genau gleich spitz und gleich elastisch und die Hand gewöhnt sich schneller an das stets gleiche Material. Die Feder schützt auch leichter vor dem schlimmen Fehler des zu starken Aufdrückens und krampfhaften Schreibens, zu dem der Bleistift leicht verführt. Der einzige Nachteil der Goldfeder, dafs sie zum Mitführen eines Tintenfasses zwingt, ist heute, wo es so vorzügliche, unbedingt zuverlässige Goldfüllfedcrn giebt, beseitigt. Sobald man eine Schnelligkeit von etwa 150 Silben erreicht hat, versuche man sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Nachschreiben wirklicher Reden. Am besten thut man dies zu zweien oder dreien, um dann die Stenogramme gemeinschaftlich wieder zu lesen. Wer Gelegenheit hat, neben tüchtigen Praktikern zur Übung mit zu schreiben, versäume dies nicht. Wenn man bei einem Redner nicht mitkommen kann, so gebe man das Nachschreiben nicht ganz auf, sondern schreibe soviel wie möglich mit, jedoch soweit thunlich, im Zusammenhange, d. h. unter der Festhaltung des Gedankenganges. Berlin, im August 1801. Der Verfasser. Inlialts-Verzeiclmis. Vorrede, zugleich Anleitung zum Grebratioh dieses Buches .... Seite V Seite I. Lekt.: § 1. Weglassung des Häkchens.........1 S 2. Unterdrückung des « in der Endung er nach Vokalen ... 1 8 it. Anfwärtsziehung des t nach Vokalen.......1 8 4. Unterdrückung der Verdoppelung des t und 1.....1 8 5. Sigel für Vor- und Nachsilben .......1 § 6. Sigel, gebildet durch. Weglassung von Endungen .... 2 S 7. Sigel, gebildet durch Weglassung des Vorlautes des Auslautes . 2 II. Lekt.: § 8. Unterdrückung der Zwischensilbe en.......8 § 9. Unterdrückung von Zwisohonsilbou bezw. Zwischonlauton . . 4 g 10. Unterdrückung der Zwischen sübe ig .......4 8 11. Unterdrückung der Zwisohoiisilben it in afc isat ut ... 4 § 12. Unterdrückung von B i eg un gs 1 a u t e u und Biegungsendungen 4 § 13. Sigel, gebildet durch Weglassung des Stanunanlautos . I III. Lokt.: 8 14. VerbindungT'persöhlichecö Fürwörter . . . . . . . 7 S 15. Verbindung von H Ulfszeit Wörtern .......7 § 16. Vorbindung von Verhältniswörtern.......7 § 17. Sigel. gebildet durch Weglassung dos Stammauslautes ... 7 IV. Lekt.: § 18. Sigel gebildet durch Weglassung der Stammsilbe . . . 10 § 19. Unregelmäfsig gebildete Sigel ........ 10 § 20. Vokalzeichen als Sigel....... 10 V Lekt.: 8 21. Sigel für zusammengesetzte Wörter.......12 § 22. Sigel für Fremdwörter . ...... . , 12 8 23. Abkürzungen der gewöhnlichen Schrift, auf die Stenographie übertrügen .......... ]2 § 24. Abkürzungen für Zahlen . . ........ 12 Alphabetisches Sigel-Verzeichnis (Übertragung S. 2t) . ... . .14 Zusammenstellung ähnlicher Kürzungen (Übertragung S. 2'S)..... IG Leseübung:en. Wörter: (Übertragung in Typendruck S. 17—20) . . . . . . 2.5,8.10.12 Was heilst und zu welchem' Ende studiert man Universalgeschichte? Eine akademische Antrittsrede von Schiller. (Übertragung in Typendruok S. 24-26) ............. 2, 5. 8, 11. 13 Übertragungs- Aufgaben*). I. Lektion. Märtyrer, Wirtin, Hektor, Viktor, Altar, Kultur, amtieren, Lektüre, optimistisch. Hertha, Ozean, Indianer, Periode, optieren, sozial, offiziell, Filiale, beabsichtigen, Bo- amter, beachten, geachtet, geehrt, geeignet, beobachten, bearbeiten, geäufsert, beanstanden, geärgert; Feier, Feuer, Eier, euer, teuer, Steuer, Gemäuer, Trauer, Bauer, Mauer, sauer, Lauer. Brauer, früher; - beten, seit, bereits, Verbreitung, weiter, reiten, bat, Satan, materiell, Material, spät, bot, rot, Kote, laut, Militär, natürlich, Tag, — than. teil, heut, vertagen, täglich, gethan, Unterthan, verteilen, mitteilen; — all. Gott. Retter, Wetter, glatt, Schritt, voll; — fortgehen, Hingabe, hinfort, vorsagen, zurückstellen, mehrfach, vielfach, vereinfacht, mäl'sig, traurig, Organismus, Materialismus, Dualismus, Autorität. Majorität, Minorität, Modalität, Moralititt, Qualität, Quantität, Pietät, Fakultät, Element, Parlament, Fragment, Dokument, Argument, Regiment, Hemmnis, wachsam, aufmerksam, praktisch, faktisch, politisch, frenetisch, kritisch. soldatisch, fragmentarisch, parlamentarisch, elementarisch, organisatorisch, vexatorisch ; — ander, anders, immer, nimmer, immermehr, immer mehr und mehr, mehr und mehr, nimmer mehr, hinten, selten, unten, irgend, nirgend; — dort, erst, solch, einst, einzig, einzeln, sonst, manch, uns, unser, jetzt, letzt, höchst, nächst, recht, rechtlich, Gerechtigkeit, Anrecht, aufrecht, Vorrecht, samt, allesamt, mitsamt, gesamt, selbst. Bertha, verlobte sich mit einem geachteten Beamten. Diese Lektüre ist durchaus ungeeignet. Frau Wirtin! Hat sie gut Bier und Wein? Dio Geologie erzählt uns die Geschichte der Erde aus früheren Perioden. Das Gemäuer war sehr brüchig. Kr wurde zu einer hohen Steuer veranlagt. Viktor verlor seinen guten Mut nicht. Reif joner Stunde verzehrt sich mein Geist. Der materielle Vorteil war gering. Die Verhandlungen wurden heute vertagt. Der Rektor bat mich um diese Mitteilung. Das Wetter wurde später gut. » hat noch keinen Schritt in der Sache gethan. Selten ernten den Lohn der Künste erste Begründer. Immer strebe zum Ganzen. Einst spielt' ich mit Szepter. Selbst ist der Mann, II. Lektion. Offenbar, heldenhaft, ehrenhaft, Abwesenheit, Wohlhabenheit, Zufriedenheit, gewissenlos, namenlos, willenlos, Eigenschaft, Gefangenschaft, Rechenschaft, leidenschaftlich. Wissenschaftlich lio it. Heidentum. Heldentum, .luden tum. Fürstentum, namentlich, wissentlich. eigentlich, gelegentlich, geflissentlich, verschiedentlich. *) Die Übertragungs-Auf gaben sind ganz selbständig ohne Zuhülfenahme des lithogr. Teiles der Lektion zu machen und erst nach Vollendung mit der Lektion im lithographischen Teil (soweit darin vorhanden) zu vergleichen. 18 ordentlich, freventlich, Öffentlichkeit; — Zeigefinger, Tagewerk, Frühlingswetter, ausnahmslos, Reichskanzler, Todesangst, Liebesdienst, Freudenfeuer, Leichenzug Lebensmittel, segensreich, liebenswürdig, Redensart, Gewissensfrage, Wirkungskreis, Fortbildungsschule, allerlei, allerhand, neuerdings; — Heiligkeit, Fähigkeit, Mäfsigkeit, Ewigkeit, Schuldigkeit, Freigebigkeit, Treulosigkeit, Beständigkeit, Freudigkeit, Not- wendigkeit, Heiligtum, Würdigung, Bewilligung, Befriedigung, Mäfsigung, Berechtigung. Beleidigung; debitieren, akkreditieren, avisieren, amortisieren, organisieren, Position, Opposition, Spedition, Revision, Provision. Fabrikation, Deklaration, Agitation, Modifikation, Reformation, Publikation, Amortisation, Organisation, Revolution. — Der Sattel des Pferdes. Der Wunscb des Mannes. Dio Liebe dos Kindes. Des Abends, des Morgens. Ein neues gutes Buch. — Wir gehen. Du giebst. Dio Kräfte seines Geistos; — Blofs, darüber, darauf, darunter, darum, dies, dieser, allerdings, neuerdings, schlechterdings, genau, genug, gewifs, gewissermafsen, hatt, hätt, kann, könnt, könnt, können, lassen, Erlafs, durchlassen, Anlafs, entlassen, auslassen, unterlassen, verlassen; — liüst, liofs, mag, mög-. möglich, vermöge, mooht, möcht, mufs, nach, noch, nur sei, sind, soll; — sondern, besonders, absonderlich, insonderheit, stets; -weg. deswegen, weswegen, wenn, wohl, woll, auchwohl, obwohl, sowohl, wiewohl, will;—schreib, schrieb,abschreiben, aufschreiben, beschreiben, unbeschreiblich, besehrieb, einschreiben, umschreiben, verschreiben, vorschrieb, vorschreiben, unterschreiben, Vielschreiber; — scheid, schied, bescheiden, entscheiden,entschieden, unterscheiden, Unterschied, verschieden; Brief, brieflich; Schritt, Abschrift, Nachschrift, Unterschrift, schriftlich, Vorschrift: ..... Zweifel, bezweifeln, verzweifeln, trag, abtragen, Antrag, Auttrag, Betrag, eintragen, Ertrag, Vertrag, Vortrag, übertragen; abziehen, anziehen, beziehen, einziehen, erziehen, entziehen, unterziehen, verziehen, vollziehen, überziehen, vorziehen; — weise, Ausweis, abweisen, anweisen, beweisen, erweisen, Nachweis, unterweisen, verweisen, teilweise, auf diese Weise; — Schein, schien, Anschein, boscheinigen, erscheinen, erschien, Vorschein; — Zeit, Zeitung, vorzeitig, deut, andeuten, bedeuten, undeutlich, unbedeutend, vorbedeuten; — setz, Gesetz, gesetzlich, absetzon, aufsetzen, besetzen, entsetzen, einsetzen, durchsetzen, (übersetzen, versetzen, voraussetzen, unausgesetzt, Gesetzgebung; Zeichen, zeichnen, Abzeichen, auszeichnen, aufzeichnen, Anzeichen, bezeichnen, einzeichnen, unterzeichnen, verzeichnen, vorzeichnen, Vorzeichen; deutsch, Deutschland; - Grund, Abgrund, Urgrund, gründ, aus diesem Grunde, ans diesen (»runden, gründlich, begründen, ergründen; im Grunde; — Herr, herrlich, verherrlichen, Herrschaft, beherrschen; schliefs, sohlofs, Schlufs, beschliefsen, besohlofs, Beschlufs, abschließen, Abschlufs, ausschliefsen, Aussohlufs, verschliefsen, versohlofs, Verschlufs; — komm, abkommen, aufkommen, fortkommen, unterkommen, ankommen, bekommen, vorkommen, vollkommen, durchkommen, einkommen, entkommen; - stimm, abstimmen, bestimmen, überstimmen, übereinsl Immen, umstimmen, vielstimmig, vorbestimmen. Er liebte die Künste und Wissenschaften leidenschaftlich. Durch diese gewissenlose Handlung wurde die Familie offenbar in namenloses Elend gestürzt« Der eigentliche Missethäter wufste sich der Strafe zu entziehen. Die Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen. Diese Verordnung hat verschiedentlich segensreich gewirkt. Die Lebensmittel gingen zu früh zur Neige. Ewigkeit ist ein Begriff, den des Menschen kleines Hirn nicht fassen kann. Die Bewilligung der Regierungsforderung wird ohne Zweifel erfolgen. Herr! Gieb deinem Knecht mit Freudigkeit zu lehren Dein Wort. Dio Stenographie wurde als Unterrichtsgegenstand an der Fortbildungsschule eingeführt. Die Liebe dieses Kindes für seine Muttor ist rührend. Wir pflegten des Abends das Konzert zu besuchen, und des Morgens irgend ein gutes Buch zu lesen. Die Heereseinriohtung soll reorganisiert werden. Der Feind verteidigte die Position mit grofser Hartnäckigkeit. Der Revolution folgte bald die Publikation anderer Gesetze. Die Revision der Kassa führte zur Entdeckung der Defraudation. Die grölst eu Autoritäten haben oft schwer geirrt. Die Majorität verwarf die Petition, wiewohl dieselbe begründet war. Wir kennen die Sache genau genug, um sie richtig beurteilen zu können. Kein Mensch mufs müssen. Auf diese Weise wird die Volksvertretung niohts erreichen. Man kann die verschiedenen Schriften kaum unterscheiden. 19 III. Lektion. Ich selbst, ich mich, bin ich, ich habe, ich bin, lebt er. gieb ihm, würde er wird or, hört man, wird es, kann er, sage ich, soll ich, darf ich, habe ich, kann ich mufs ich; — worden soi, worden ist, gehabt hat, werden mala, werden möge, werden könne, geehrt wurde, geloht worden war, werden kann, unterlassen hat, streben sollte, gehalten hat, nehmen wollen, getroffen hat, unternehmen kann; — mit dem, mit der, mit den, mit mir, mit meinen, mit seinen, mit derselben, unter der, unter meiner, unter allen, auf ihrem, auf seinen, auf die. in seinem, in ihr, in den, in deren, in dieser, in einem, in dem, durch seine, durch eine, gegen seinen, gegen die. gegen den, von seinen, von ihrem, von der, von aufsen, von aufson her, von hier aus, von allem, von einander, ineinander, auseinander, durcheinander, an ihn. an meiner, an die. aus dem; - bald. baldig, bis, hesser. verbessern, Besserung, ein, einer, eines, einem, dein, mein, sein, kein, deiner, meiner, seiner, keiner, deines, meines, seines, keines, deinem, meinem seinem, keinem, entweder, es, fern, ferner, für, geführt, ganz, gänzlich, ergänzen, Vergleich, zugleich, gleichwohl, grofs, gröfser, vorgröfsern, hab, hat, her, heran, heraus, herauf, daher, vorher, bisher, hervor, jemand, derjenige, diejenige, dasjenige, desjenigen, demjenigen, denjenigen, jeder, jede, jedes, jedem, mich, nieder; — selbe, derselbe, dieselbe, dasselbe, desselben, denselben, demselben; — sich, sieht, Ansicht, Absicht, Gesicht, Durchsicht, Einsicht. Hinsieht, Übersicht, Vorsicht, von, während, wenig, wir, word, wi(e)der, weder, zwar, zwischen;— Bild, ausbilden, einbilden, abbilden. Vorbild, Bildung;—- bleib, verbleiben, unterbleiben, bringen, anbringen, verbringen, vorbringen; — denk-, Andenken, hedonken, gedenken, vorbedenken, erdenken, erdenklich, denkwürdig, überdenken, durchdenken; — finden, befinden, erfinden, abfinden, vorfinden; folg-. Erfolg, Gefolge, befolgen; Freund, befreunden, freundlich; — Frag, anfragen, Nachfrage, Vorfrage, erfragen; — glaub, haupt, behaupten, überhaupt, Oberhaupt, Hauptsache; — Punkt, Anhaltspunkt, Gesichtspunkt, Standpunkt, Wendepunkt. Zeitpunkt, in diesem Punkt: — Sprech, absprechen, aussprechen, besprochen, versprechen; —• stellen, aufstellen, abstellen, ausstellen, bestellen, darstellen, nachstellen, einstellen, entstellen, verstellen, vorstellen, an dieser Stelle, feststollen; — stand, Abstand, Anstand, Aufstand, Ausstand. Beistand, bestand, Bestandteil, Rückstand, Übelstand, Vorstand, Widerstand; — such sucht, Besuch, Gesuch, Untersuchen, durchsuchen, ersuchen, Versuch, Sehnsucht, Selbstsucht; rieht, Picht er, aufrichtig, anrichten, berichten, berichtigen, errichten, Nachricht, Richtigkeit, einrichten, ausrichten, entrichten, verrichten, unterrichten, Richtung — Volk, bevölkern; — wirk, bewirken, einwirken, wirklich, verwirklichen, Wirkungskreis; tret, abtreten, antreten, auftreten, austreten, betreten, fehltreten, heraustreten, herantreten, hervortreten, niedertreten, übertreten, vertreten, vortreten, eintreten. Ich habe ihn als Freund besucht. Wird er seinen Einnufs auch ganz zur Geltung zu bringen wissen? Für mich ist dieser Gesichtspunkt entscheidend gewesen. Er hat den Willen, das durchzuführen, was er unternommen bat. Jener Herr spricht mehrere fremde Sprachen, Obgleich der Zeitpunkt ungeeignet war, gelang ihm der \ ersuch 'gänzlich. Entweder wird der Übelstand bald in gröfsorem Mafse horvor- treten oder ganz verschwinden. Von diesem Volko ist noch Grofses zu erwarten. An seiner Stelle würdo ich gleich jemand hinsenden. Wir wünschen, dafs or angestellt worden möge. Lobt er jetzt in Paris? Die Verfügung, die der Minister getroffen hat. wurde nicht durchgeführt. Wird sie hinkommen'? Dieser Zeitpunkt ist höchst ungünstig gewählt worden. IV. Lektion. Abgesehen, abgesehen davon, dafs, gewesen, gehabt, damals, nochmals, vielmals niemals, jemals, sogenannt, gewöhnlich, entwickeln, Entwickelung, Antwort, beantworten, verantwortlich; — Ausnahme, mit Ausnahme, Vorausnahme: —Anspruch, in Anspruch nehmen; Aufmerksamkeit, Ergebnis, Verhältnis, Gelegenheit, Angelegenheit, Gesellschaft, System, Handel, abhandeln, behandeln, mifshandeln. verhandeln, unterhandeln, Handelsstand, vorzüglich, gegenwartig, machen, macht, machte, gemacht, abmachen, anmachen, aufmachen, ausmachen, einmachen, vermachen, vormachen. Schuhmacher 20 Übermacht, Fortschritt; — aber, abermals, also, Arbeit, etwa, etwas; gleiehmiifsig,mittel- mäfsig, regelmässig, übermässig;—Mensch, menschlich, Menschheit;—wesentlich, namentlich, plötzlich, übrigens, verbal tnismäfsig,wonigstens, vielleicht, welche, welchem,welcher, welches, wird, darf, dürf, dürft, dürft, halb, halber, deshalb, mittel, mittelst, vermittelst, bemittolt, mittelmässig, That, tat, bethfttigen, Thätigkeit, Staat, statt, stät, abstatten, gestatten, erstatten, anstatt, bestätigen, unstät, konstatieren; halt, halt, abhalten, an-, er-, ent-, aufbe-, auf—, Aufent-, ans-, bo-, ein-, haus-, bin-, Rück-, Unter-, ver-, vor- vorbe-, voront-, zurück-, zusammen-, wohlbe-, beibe-, brauch, Gebrauch, Verbrauch, wurde, würde, und, ist, war, war, worden, oft, öfter, ohne, oder, gemein, Gemeinschaft, allgemein, gemeinsam. Vortrug von Dr. Frau/ Stolze-lierlin (Sohn des System-Erfinders) über „Sprache. Schrift und Kurzschrift" gehalten auf dem III. Stolzesehen Stonographentag in Stuttgart vom 2—5. August 1889. Hochgeehrte Versammlung! Wenn ich heute über das allgemeine Thema: „Sprache, Schrift und Kurzschrift'' das Wort nehme, so dürfen Sie nicht erwarten, dals ich ihnen etwas Neues im einzelnen bringen könnte, aber vielleicht ist es mir möglich, die drei in dem Thema liegenden einzelnen Themata zu einem ganzen so zu vereinigen, dafs einige für Sie interessante Gesichtspunkte hervortreten. Die Sprache ist es, welche den Menschen erst zum Menschen macht, in dem sie die dunkeln Gefühle, von denen das geistige Loben durchwebt ist, zu (Jodanken logisch zu gestalten gestattet. Auch das Tier fühlt und denkt mit unbo- wufstem Schlüsse, aberbewufst folgern und donkon kann erst der Mensch. Darum ist die Aufstellung und Ausbildung einer Sprache, wie sie im allmMblichen Laufe der Zeit sich entwickelt, eine der gewaltigsten Thaten dos menschlichen Geistes, ja vielleicht die all ergewaltigste, eine That, welche alle anderen menschlichen Fortschritte, die ganze Fntwiekolung der Menschheit erst möglieh macht. V. Lektion. Anfserordentlich, ebenfalls, hauptsächlich, jedoch, selbständig, selbstverständlich, Thatsacho, thatsiiehlioh. in der That, im Allgemeinen, im ganzen, im grofson, im grofson und ganzen, im Gegenteil, in dieser Beziehung, bezieh ungsweise, in dieser Weise, vorzugsweise, in joder Weise, teilweise, inbozug auf, mit hozug auf, in diesem Falle, in keinem Falle, in jedem Falle, in allen Fällen; heutzutage, von Zeit zu Zeit. von Tag zu Tilg; in dieser Hinsicht, in Hinsicht auf; nichtsdestoweniger, ohne Weiteres, unter diesen Umstünden, unter allen Umständen, nach meiner Überzeugung, nach meiner Meinung im übrigen; - Charakter, charakteristisch, absolut, eventuell, Evangelium, Eventualität, Person, persönlich, Persönlichkeit, Prinzip, im Prinzip,* prinzipiell, speziell, Interesse; .Januar, Februar, August, Septem bor, Oktober, November, Dezember, z. B., d. h., respektive, bezieh ungs weise, Doktor, zirka, betreffend, Mark, Meter. Millimeter: Hundert, Tausend, Hunderttausend, Million, Hunderte, Tausende.' Schlafs d. Vortr. v. Dr. Stolze. Wir sind nicht im Stande einzudringen in die tiefe Werkstätte des menschlichen Geistes und zu sagen, so und So sind die Vorgänge gewesen, unter denen allmählich die Sprachen, wie sie jetzt vor uns liegen, herausgewachsen sind. Nur in eleu späteren Stadien der SprachentWickelung vermögen wir dieselbe zu verfolgen, aber trotzdem wissen wir jetzt schon vollständig, dafs es in diesom Prozofs niemals einen Stillstand gegeben hat. Von Anfang an immer weiter haben dio Sprachen sich herausgebildet und sind im Laufe der Zeit durch Zustände' der verschiedensten Art allmählich in neue Formen übergegangen. Häufig erschien es, als verfalle eine einzelne Sprache, was doch nur der erste Sehritt zur Ausbildung einer neueren war. Wenn wir aber auch heute die Sprache als eine gewaltige Goistos- that kennzeichnen, hätte doch niemals die Entwiokelung des Menscdiengeist.es daraus folgen können, der wir heute staunend gegenüberstehen, wenn nicht tun Mittel gefunden worden wäre, um die im Augenblick gesprochene Sprache aufzubewahren, sie unabhängig zu machen von Zeit und Ort. So schliefst sich denn die Aufstellung einer Schrift hei allen Völkern, die weitere Fortschritte gemacht haben, bald die sprachlichen Fortschritte an. 21 Alphabetisches Sigel-Verzeiclmis. (Zum Übertragen und Vergleichen mit dem Verzeichnis im lithographischen Teil S. 14.) A 1. aber, 2. abgesehen, 8. -davon dafs, 4. absolut, 5. also, 6. and, (ander, anders), 7. an seiner Stelle, 8. Angelegenheit, 9. Anhaltspunkt, 10. Anspruch, 11. Antwort, 12. Arbeit, 13. Aufmerksamkeit, 14. Ausnahme, 15. anfserordentlich. B 1. bald, 2. besonders, 8. besser, 4. betreffend, 5. beziehungsweise, 6. bild, 7. bis, 8. bleib, 9. blofs, 10. brauch, 11, Brief, 12. bring. C 1. Charakter, charakteristisch, 2. circa. D 1. dar, 2. darf, 3. dein, deinem, deiner, deines, 4. denk, 5. deut, 6. deutsch, 7. Deutschland, 8. dies, dieser, 9. -dings, 10. dort, 11. dürft. 12. dürf, dürft. E 1. ebenfalls, 2. ein, einem, einer, eines, 3. einst, 4. einz, 5. entweder, 6. entwickeln, 7. Ergebnis, 8. erst, 9. es, 10. etwa, 11. etwas, 12. eventuell, 13. Eventualität. P 1. -fach, 2. fern, ferner, 3. find, 4. folg, 5, foit,