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früheren Stenographie zurück, erzielt aber seinerseits einen Fortschritt, indemer von den Zeichen für einfache Laute den Ring loslöst, und daraus das heutenoch weithin gebräuchliche Zeichen für „r" bildet, ein Beispiel, dem in Englandobonfalls Lewis und dann Pitraan folgen. Denselben Weg schlägt nunMosongoil ein und sucht ringloso Zeichen und besondere Zeichen fürKonsonantenverbindungen in seinem zweiten System zu voreinigen, wobei erjenen Mangel dor Vieldeutigkeit beseitigte und fast jeder häufigen Konsonanten-Zusammensetzung ein eigenes Zeichen gab. Don Spuren beider folgton dannmit verschiedenen Abweichungen andere Erfinder, namentlich Heim undNowak. So waren hier eine oder zwei selbständige Richtungen geometrischerKurzschrift geschaffen, deren Besonderheiten auch in ihrem MutterlandeAnklang fanden.
Ilaben wir hior eine Fortbildung dor damaligen englischen Kurzschriftvor uns, so führt der andere Strom rein englisches Wasser mit sich: essind die Systeme von Danzer (1800) und anderen, die sich möglichst an dasenglische Vorbild, namentlich an die damals nicht nur in England allbekannte,.sondern über die ganze gebildete Welt verbreitete Schrift von Taylor anschliofsen.Beide Gruppen bezeichnen nur die Konsonanten und lassen die Vokale entwederganz aus oder geben sie durch Punkte und Striche wieder, die das Konsonanten-gerippe umflattern. Im Gegensätze hierzu enthält die dritte Gruppe dergeometrischen Kurzschriften Deutschlands meist Systeme mit buchstäblicherVokalbezeichnung, darunter einigo beachtenswerte Anfänge, wie die Vollschriftin dem „Mysterien-Buche" eines Ungenannten von 1797.
Da ich hier nur oin allgemeines Bild dor Entwicklung zeichnen kann,vorlassen wir die geometrischen Systeme und wenden uns zu den graphischen.Der Übergang mutet einen an, als träte man aus der starren und steifenZeit der alten Ägyptor in dio lebensvolle und bis heute noch fortwirkendeZeit dos klassischen Altertums. Für die Aufsonwelt beginnt diese Zeit 18.'!4mit dor Veröffentlichung der grofsen Anleitung Gabolsbergers, dieser Bibel derdeutschen Kurzschreiber. Er hat bewiesen, was früher bezweifelt wurde, dafsman auch mit dem beschränkteren Schatze der rechtsschrägen Zeichen denAnforderungen dos Lebens und dor Landtage genügen kiinne, und damit warfür Deutschland das englische Vorbild überwunden. Fortan ist hier nur diodeutsche, die graphische Stenographie lebensfähig, und macht jetzt selbst inEngland der geometrischen den Boden streitig.
In dieser Zeit dor graphischen Kurzschrift stehen wir noch mitten inne,und eine Einteilung kann daher hier nur nach dem persönlichen Standpunktedes Einzelnen erfolgen. Der Bedeutung Gabolsbergers entsprechend mül'steman hier nur unterscheiden dio G abelsborgersche und dio nachgabols-ber"-orseho Kurzschrift. Denn an G abolsberger reicht an Bedeutung,