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Die Verbreitung und die Herkunft der Deutschen in Schlesien
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188 Karl "Weinhold,. [32

Kreises Polen, wenn auch in verschiedener Stärke. Als ganz polnischgibt Zimmermann Birksdorf (Brzezinki), als fast ganz polnisch Duppine(Dupin), als überwiegend polnisch Daupe und Zelline (Cielinia) an.

In der Stadt Ohlau war seit 1663 die polnische Predigt auf diesogenannte polnische Kirche beschränkt worden, wo sie der polnischeDiakonus hielt, der zugleich für Zedlitz und Ottag angestellt war. DiesVerhältnis bestund zu Zimmermanns Zeit noch.

Auch in der Stadt Brieg gab es vor dem Thor eine polnischeKirche, die Trinitatiskirche, an welcher der letzte Diakonus der Pfarr-kirche in deutscher und polnischer Sprache amtierte. Im StädtchenLöwen ward nur alle acht Wochen polnisch gepredigt (Zimmermann I, 5,67. 89), und 1793 hörte auch das auf 1 ).

Der Brieger Kreis ist also auf der linken Seite gegen Ende des18. Jahrhunderts schon deutsch gewesen. Dagegen hielt sich das Pol-nische noch auf seiner rechten. Als meist polnisch nennt Zimmermann(I, 5, 49. 100 ff.) Althammer (Kusnicza), Köln (Kahme), Raschwitz,Bogelwitz; als gemischt Döbern, Karlsmarkt, Kauern, Leubusch, Mang-schütz, Neusorge, Stoberau.

Südlich von Wansen auf Strehlen zu lagen mit starker polnischerBeimischung Birkenkretscham und Plohe, und nordöstlich von StrehlenKrippitz 2 ).

Wenn Zimmermann dann den Münsterberger und Grottkauer Kreisals deutsch bezeichnet, so erkennen wir, dass in dieser Gegend dasPolnische ganz über die Neisse hiniibergewichen war. Von dem Falken-berger berichtet er nur (II, 12):Die mehresten Einwohner redendeutsch, wenige polnisch."

Die ganz deutschen und ganz polnischen Kreise lassen wir bei-seite. Wir haben daher nur noch Zimmermanns Angaben über denLeobschützer zu erwähnen, die dahin lauten, dass die Sprache im oberenTeile deutsch, im niederen gen Katscher zu polnisch und mährisch sei.Er führt die Dörfer nach ihrer Sprache auf.

Als ganz deutsch nennt Zimmermann: Bladen, Bleischwitz, Bratsch,Comeise, Creisewitz, Creuzendorf, Dobersdorf, Geppersdorf, Gröbnig,Hohndorf, Katscher, Kösling, Langenau, Löwitz, Hocker, Neudorf, Neu-stift, Odersch, Peterkowitz, Peterwitz, Putsch, Ratsch, Roben, Sab-schütz, Schmeisdorf, Schönbrunn, Soppau, Tröm, Türnitz, Warnowitz,Wernersdorf. ., AJLj,

Deutsch und polnisch gemischt: Bauerwitz, Boblowitz, Branitz,Crestillau, Dirschowitz, Dittmerau, Ehrenberg, Eiglau, Hoschütz, Jakubo-witz, Galdaun, Kiemstein, Knispel, Krug, Marquartowitz, Osterwitz,Mährisch-Grosspeterwitz, Pommerswitz, Rakau, Rösnitz, Schreibersdorf,Schüllersdorf, Stauberwitz, Stolzmütz, Tscbirmkau, Wehowitz, Weissack,Wiendorf, Zauditz.

Deutsch und mährisch gemischt war Turkau.

Ganz mähiisch:' Hochlsretscham (Wotka) und der zweite Anteilvon Klein-Hoschütz.

') Anders, Historische Statistik der evangel. Kirche in Schlesien S. 163.') Zimmermann I, 19.