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Die Verbreitung und die Herkunft der Deutschen in Schlesien
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31") Die Verbreitung und die Herkunft der Deutschen in Schlesien. 187

wenige Leute Polnisch könnten, während zwischen Trachenberg undTrebnitz in den Stiftsdörfern viel polnisch gesprochen werde.

Den Kreis Polnisch-Wartenberg nennt Zimmermann (VII, 129 ff.)sprachlich gemischt. Das Polnische sei die Lieblingssprache auch derer,die Deutsch verstünden. In den Städten Poinisch-Wartenberg und Festen-berg werde in beiden Sprachen gepredigt. >

Ueber den Trebnitzer und Wohlauer Kreis ist Zimmermann, was *unsere Frage betrifft, ungenügend unterrichtet (IV, 316. 337. 343;VII, 186).Die gemeinen Leute reden alle deutsch bis auf einigegegen Militsch uhd~Feitenberg gelegene Dörfer," sagt er vom Treb-nitzer Kreise, und von der Stadt Trebnitz:die meisten reden deutsch,ausgenommen im pohlnischen Dorfc, wo noch pohlnisch gesprochenwird." Als einen polnischen Ort gibt er noch Frauenwalde an.

Den Wohlaiier Kreis nennt er deutsch bis auf die Grenzdörfer,wie er sich unbestimmt ausdrückt.

Vom Namslauer Kreise berichtet Zimmermann (XII, 12), dasszwei Drittel der Bewohner ganz, wenn auch elend polnisch sprächen;von dem Oelser (IV, 232), dass nur um Medzibor, Ossen, Tscheschenund Pontwitz sowie um Bernstadt polnisch geredet werde. In derStadt Oels werde in der Propsteikirche deutsch und polnisch gepredigt(IV, 240). Auch in Medzibor sei ein polnischer Prediger neben demdeutschen Pastor.

Für den Breslauer Kreis setzt Zimmermann (XII , 160) dasDeutsche als herrschende Sprache an. Doch sprächen die Bewohnereiniger Dörfer gegen Schweidnitz und Strehlen noch polnisch. InDomslau, Kattern, Grossburg werde noch in dieser Sprache gepredigt.Ueber der Oder, d. i. auf der rechten oder der polnischen Seite, wieallgemein gesagt ward l ), sei polnische Predigt noch in Ziudel, Melesch-witz, Margarethen und Wüstendorf. In Schwoitsch spreche man nochetwas polnisch.

Die genannten polnischen Orte im Breslauer Kreise links undrechts der Oder waren Vorposten des hinter ihnen ostwärts stehendengrösseren Körpers im Ohlauer Kreise. Diesen ganzen Bezirk bezeichnetZimmermann (I, 3, 12 ff.) als deutsch und polnisch. SiebenunddreissigDörfer kennt er hier als gemischt selbst auf der linken Stromseite:Baumgarten, Bolchau, Brosewitz, Chursangwitz, Giesdorf, Goy, Gradusch-witz, Greblowitz, Gunschwitz, Güssen, Haltauf, Heidau, Hermannsdorf,Jankau, Jätzdorf, Jungwitz, Kontschwitz, Kunert, Marschwitz, Mellenau,Merzdorf, Niemen, Niefnig, Peltschütz, Rosenhain, Sakrau, Schockwitz,Seifersdorf, Stanowitz, Deutsch- und Polnisch-Steine, Teuderau, Thomas-kirche, Würben, Wüstebriese, Zedlitz und Zottwitz. In Hermannsdorfund Niemen überwog schon 1783 das Deutsche.

Wir haben ferner den Wansener Halt als sprachlich gemischt zuverzeichnen, der damals zum Grottkauer Kreise gehörte, seit 1816 aberzum Ohlauer geschlagen ist.

Auf der rechten Oderseite sassen in allen Dörfern des Ohlauer

J j Die Benennung der linken Oderseite als deutscher., der rechten als pol-nischer hat bis tief in das 19. Jahrhundert in Breslau und sonst gegolten.