456 XCVII MÜNCHNER GLAUBE UND BEICHTE
ad caelura et cantate in laudem dpi 'Kyrie eleison', das glaub ensbekennlnisgehört dem gemeinen lext an; doch dürfte auch hier einfluss des er-weiterten nicht ganz zu läugnen sein, wenigstens bei der darslellungder Höllenfahrt (sin heiligiu sele z. 2Qf. vgl. XC, 25; mit der golcheüz. 30 vgl. XC, 26) und vielleicht bei der auslassung des begräbnisses,die auf ähnliche weise bewirkt sein könnte wie in XCIII die der höllen-fahrl. über verwanlschafl mit dem zweiten Sangaller glauben vgl. zuXCII; der salz z. 32. 33 Ich — vierzich tage findet sich LXXXV11, 11.XCVIII, 15/".
Der geschichle des gemeinen lexles lässl sich in Süddeutschlandnoch weiter nachgehen, wie aufser den nrn. 8 und 10 von Schönbachsalld. predigten 1 {vgl. 3, 227) und der stark verkürzten formet im ein-gang der SPauler samlung die folgenden denkmäler zeigen mögen, daserste steht am Schlüsse einer predigt in advcnlu domini in der Wienerhs. 2718 (rec. 2056), Xlll jh., und ist gedruckt in Hoffmanns fundgruben1, 111. 112.
Ih widersage dem lievel unde allen sinen gecierden unde allen sinengesfienslen. unde glouhe an got valer almahtigen ** herren Jesmn Christum.Ih geloube an valer, an sun, an den heiigen geist. Ih gelouhe daz diedri genende ein wArre got ist, der ie was hn anegenge unde iemer ist An
5 ende. Ih gelouhe daz er gechundel wart von dem heligem engel, daz erenphangen wart von dem heligem geisie, daz er gehorn wart von unservrouwcn sanctae Mariae der ewigen meid. Ih gelouhe daz er gevangenwart, gemarteret wart, an daz heiige cru.ce genagelt wart, daz er dar anerstarp, an der mennischeit, nihl an der gotheil. Ih gelouhe daz er ah
to dem cruce genomen wart, hegrahen wart. Ih gelouhe daz er ze helle vuorunde die zerbrach unde da" üz nam alle die sinen willen helen getan. Iligelouhe daz er ersluont an dem dritten tage warre got unde w.'nre menniseh.Ih gelouhe daz er an dem vierzigistem tage hin ce himel vnore, daz er dasitzet ze der zeswe sines valer im ebenhere unde ehengwaltich. Ih gelouhe
15 daz er noli chumftige ist her in dise wcrlt zerteilen lemptige unde töd,iegelichem mensche näh sinen werehen. Ih gelouhe an den heiigen geist.Ih gelouhe ein crislenheit allich gütlichen. Ih gelouhe meinsam aller heiigen,oh ih si garn, anllaze miner sunde, urstendc niines lihcs, näh disem lihdaz ewige leben. Amen.
20 Ilanc katholicam fide.m saepius in f es tivila tih u s dicere
dehes, et si sit fcstivilas, quod ad corpus domini aliquidaccedere velil, confessionem subiunge ita dicens:
Min vil lieben, nu habet ir iwern gelouben gesprochen, der * * mitunchüschen t/edanchen, mit unchvtschen worten, mit unehüseben werehen. Ih
25 chlage dir, herre got, daz ih daz guote nie frumpte, daz übel nie werte;
daz ih min sunle nie hechlagel vor dir so riuchllchen mit so lüterlicher pihle,
(ilSso ih sin durftich wäre; daz ih die buoze, diu mir enpbolhen wart vur min
sunle, nihl so leistet mit dem vlize, unde ih die sunte lel unde frumpte; daz
ih den heiigen gotes lihnamen unde din heiligiz pluol, daz du mir gegeben
30 hast ze genist miner arm sele, so ofte unde so reinclichen niht genomenliAn, so ih sin durf'lich wäre; so ih in aver nam, daz ib mih neheiner