XCI BAMBKRGER «LAUBE UND BEICHTE 441
der hs. noch einmal verglich, die fälle anzugeben, in welchen die hs.organische länge des slammvocals unbezeichnel lässl, schien unnütz, dielängenbeZeichnung der flexions-, ableilungs- und vorsilben, sowie dereinsilbigen auf vocal auslautenden parlikeln dagegen isl ganz nach derhs. vorgenommen, und deren tonzeichen sämtlich eingetragen; unorganischelängenbezeichnung wurde in folgenden fällen beseitigt und durch acutersetzt: 50 dere, 69 geli;m, 70 ülielo, 166/! ungifrtdesami, 113 nir-brfichen, 117 michilhohi, 183 fipferes, 145 ünchüste, 154 ungiwlzzide,162 rtnwizzii). auf eine vorhergehende silbe habe ich das längezeichentiö'2gerückt in z. 128 virretiga. mithin isl die unorganische längenbezeich-nung der hs. beibehalten, so weil sich regel zu zeigen schien, nemlich vorr 1 m n, deren geminationen und Verbindungen mit folgender mula, fernerbei u und o vor g (vgl. varr. zu XLI1I, 8, 8), vor h (imzühte z. 192)und vielleicht mit unrecht in in z. 38. wäre es erlaubt, in allen diesenfällen nur den irrlum oder die fahrlässigkeil eines Schreibers zu sehen?wenigstens die z. 134 des gedicktes 'himmel und halle würde ihr rich-tiges mafs erhalten, wenn der Verfasser nach wola z. 70, unw61awilligiz. 180, wolön z. 188 der vorliegenden stücke sprach: we anc wohin.den accent der diphthonge habe ich immer auf den ersten vocal ge-rückt; den circumflex als diphlhongzeichen weggelassen.
29 wäre = niwAre wie summa theol. XXXIV, 21, 6 und sonst.64 ürteildäre] Nolker Haltern. 2, 214" (glosse). 68 urteila] vgl. gi-
triuva 126, giwizza 219, bimeinida 228 und zu LXXXIII, 72. 74 toige
für tuoje: vgl. Diem. 255, 13 ciaige. 94 giweret noli bihällen] vgl.z. 210. 115 giwizzidön (Graff 1, 1102. 1103) muss hier, anders als
z. 154 ('kennlnis') und 241 ('gewissen'), aber ebenso wie z. 202 'mil-wissenschaft' bedeuten. givolgiddn] Graff 3, 513 kennt das wort nuraus unserer stelle, das simplex folgida nur in der bedeulung 'secla,seetalio'. mit jenem muss hier die zugänglichkeil für Verlockung zurSünde gemeint und insofernc ein gegensalz zu givrumidon beabsichtigtsein, das auf solche Sünden gehl, zu denen man andere veranlasst [oderdie man aus eigenem antriebe verübt] hat. 118 (W 90) iwerdunga =* twedunga (vgl. getwedic, twedige) 'willfährigmachung, zwang, den manausübt, quälerei'? wie erdo hwerdar scerdar wirdar neben eilo hwedarscedar widar? vgl. gramm. 2, 795. 3, 260. 274; Kelle Olfrid 2, 511, 5.IPellers in der zs. für die öslerr. ggmn. 1867 s. 128 schlägt inlwer-dunga vor [was als synonymum von virsmAhide wohl das wahre trifft].
123 in ubergivazzide] 'in übermäfsigem schmuck'? 124 f. giwirtaGOä
natürlich nicht •bewirtete', wie Schade alld. wb. 1 216" meinte, sondern vonwirdjan (varr. zu L1X, 3, 5). 134 g i me itlieil 'insolenlia Graff 2, 702.
135 sunderewa 'Privilegium' Graff 1,512. 136/'. ungiwoniheit
'abusio' Graff 1, 872. 137 in heilsitc (ana heilslililunga W); ersleres
bedeutet wohl wie letzteres 'Schmeichelei', vgl. Graff 6, 791 [ich meine,dass die umgebenden begriffe zoubere, gouggile, gilriigide die änderunglieilside = augurio, auguriando nahe legen]. 142. 143 elliuunge 'aemu-lalio Graff 1, 203. 144 nifssiwemligi erklärt sich aus mänige mfs-
seundiidara unde mänige Idsterara bei Nolker Hatlemer 2, 136 a d.i. die-
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