LXXXIX SANGALLER GLAUBE UND BEICHTE II 439
ausdchnung der mundarl eigen (Weinhold § 20. 191 s. 158. 172. 202),also für unarlen dieses Schreibers zu hallen. 4 babalienusse] wegentm
der assimitalion vgl. zu XXXVI, 3, 9. 10 siinlon] vgl. zu XIV, 3.
46 piert: Weinhold § 63. 47 darnach Audite, fratres carissimi,
el intelligite qniil hodierna lectio saucli cvangelii nobis insinuet. Audistisquod dominus nosler non super equum, non super grande animal sedit.Et lioc fecit ipse, ut nobis exemplum bumililatis oslenderet. Ail discipulissuis 'ite in castellum quod contra . . '. also der anfang einer predigt.
Das glaubensbekennlnis im vorliegenden und das im vorhergehendendenkmal (LXXXVIII) gehören notwendig zusammen, da sie die auslassungteilen, durch welche es den anschein gewinnt, als sollte von der trinitäldie menschwerdung ausgesagt werden, sie müssen, da man sie nichtvon einander ableiten kann, aus einer gemeinschaftlichen quelle geflossensein, die sich aus ihnen annäherungsweise herstellen lässl. sucht mannun zur ergänzung jener lücke einen verwanten lexl, so bietet sich nurder erste Benedictbeurer (LXXXVI1), der das geringe mafs des aus derlebens- und leidensgeschichle Christi aufgenommenen, insbesondere dienichlerwähnung des begräbnisses, dann die worle an demo selben übeda icb biute ane scbine (Uenediclb. BG. 1, 14. 15; SGall. 1, 18. 19; —vgl. XCV1II, 24. 25 mit exe.) mit ihnen gegenüber dem erweiterten glauben,den salz die er imo erwelel habela (Ben. 1, 10; SGall. 2, 29; — vgl.XC, 27) gegenüber dem Honorius und der vulgala teilt, diese drei hss.fasse ich daher als die des allen lexles zusammen, obgleich sie im ein-zelnen zu wenig mit einander stimmen, namentlich Uenediclb. 1, wiesich durch vergleichung mit dem erweiterten lexl feststellen lässl, zu vielindividuelle Willkür zeigt, als dass man den versuch einer wirklichenherslellung des ältesten lexles ivagen könnte, das Verhältnis dieser freierengeslallung des glaubens zu älteren lateinischen formein bleibt noch desnäheren zu untersuchen, doch werden dieser Untersuchung wesentlichevorteile durch neue pubticalionen aus hss. erwachsen, vorläufig sei hier,abgesehen von den im excurs zu LXXXV11 erwähnten kurzen glaubens-fragen, die in beiden hss. des Freisinger palernoster erhaltene (s. obentiütis. 508), im wesentlichen bereits die anläge der freieren deutschen glau-bensbekennlnisse zeigende formel mitgeteilt.
Confiteor nie credere deiini palrem omnipotentem, qui creavil omnia,et deum filium, qui ab eo genilus est ante secula, et deum spiritum sanclum,ab ambobus procedentem, id est sanctaui trinitatem unum verum naluraliterdeum, non tres deos sed tres personas in una substanlia et divinitale acmagestate sine inilio semper esse, eundemque filium qui semper cum patre 5fuit confiteor cooperante spiritu saneto niitum ex Maria virgine verum deumet verum bominem in duabus naturis, divina videlicet et Iiumana, sed inuna persona carne, passum, mortuum, septikum, descendisse ad inferos, noncorpore sed anima, non amissa divinitale, et terlia die resurrexisse in eademcarne qua mortuus est, et ascendisse in caelum el iterum venturum cum 10gloria et iudicaturum et redditurum unieuique seeundum opera sua. faleornie credere sanetam ecclesiam calholicam et remissionem peccatorum sive