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LORSCH!« BEICHTE
LXXIV\ 1 bigihldtg?) findet hier in druhdttn 43 ein analogon, vgl. Iiildju42 mit R 22 betdi (zu LXXV, 1). ob auch für L dialeklmischung an-zunehmen, lässl sich nicht mit sicherheil ausmachen, nach nuiatcr 9neben sonstigem uo und nach ubartrunchl (neben drulidtm) möchte manauf einen alemannischen Schreiber raten; aber slual im Ludwigsliedesteht auch vereinzelt, und gidrösda und lliralito nach olfridischer weisezeigen eine unsicherheil, die auch einmal irrtümlich tr in drunclii schreibenmochte wie in dem richtigen tragt unlriuuono: überdies vergleicht sichwieder truliltn im Ludwigsliede. bedenklicher ist das beinah ganz durch-geführte inli (nur 13. 14 indi) und manches andere inlautende l für d.dergleichen konnte jedoch die Lorscher mundart selbst sich gestatten, sogut wie abermals das Ludwigslied und die Mainzer beichte LXXIV\ mitder sonst L die A in duda dädi scolda scoldi giunsubrida marda lerdagisuonda minnuda uuisuda ereda gisageda suuigeda, sogar giloupda gidrösdapriesda, in uouuizzandi slafaudi uuahhandi ubermuodl olmuodi sundä, unddie lid in gidahda mohda bigihdi unrehdero rehde teilt, vgl. vorredes. xxn. fater muoler gole hat selbst der Isidor. anlautend d für thbegegnet gleichfalls auch in der Mainzer beichte 13. 17 daz, 2 dir dero,635 5 gidanco, 20 gedähti, vgl. Kelle Otfrid 2, xxvn. 502/'., und der Lorscherbienensegen XVI zeigt in dir und wiederholtem du blofs die media, eben-dorl findet sich h für Spiritus lenis (s. anm. zu XVI, 1) wie hier inIicit 24. eine ungefähre Zeitbestimmung für das vorliegende denkmalkönnte au in gilaupta 20 an die hand geben, wenn es nicht so ver-einzelt dastünde wie kauf in der hs. P des Otfrid 2, 11, 15 (Kelle2, 472).
LXXIl c BRUCHSTÜCKE EINER BEICHTE.
Rest eines pergamcnldoppclblalles des X jh., welcher früher demdecket der Vorauer hs. 267 saec. XIII aufgeklebt war, dann durchPangerl abgelöst von dessen wilwe an Marlin gelangle und nunmehrder k. laudesbibliulhek zu Slrafsburg gehört, erhallen ist von der einenhälfle ein an drei seilen beschnittenes 16'/2 cm. hohes, 20Va cm. breitesstück, dessen spalten je 19 Zeilen aufweisen: ursprünglich dürften 28 aufder spalte gestanden haben, die andere mit der ersten zusammenhängendehälfle, 3 cm. breit, enthält nur wenige anfangs- und endbuchstaben,welche auf einen lateinischen Hymnus deuten, die beichte beginnt z.li derzweiten spalte der Vorderseite hinler dem lat. gebele eines prieslers, vonwelchem sie ein dreizeiliger Zwischenraum trennt, ihr text hat so starkgelitten, dass er zum grofsen teil nur mit hilfe der Lorscher beichte er-raten werden kann; über den grad der sicherheil der einzelnen warteverweise ich auf Martins abdruck. WWallenbach im archiv der ge-
sellschafl für ältere deutsche geschichtskunde 10 (1851), 030: darnachin den beiden ersten auflagen dieses buches unter nr. LUI als 'baierischeglaubensfragen. EMarlin zs. 21 (1877), 273—277.