IAXH b LOBSGHEB BEICHTE 381
Et sacerdds benedicat eL orel ei dicat illi 'Omnipotens Jens gui dick: quinie conl'essus fueril corani homioibus et cel. llle tc benedicat et cuslodiatet det lihi remissionem omnium peccalorum luorum amen', (auf diesestelle durch ein kreuz bezogen, am rande von jüngerer hand: eonfessioomnium peccalorum) lli gilm usw. die deutsche beichte, alles bisherigevon einer hand; erst mit bl. 4" beginnt eine neue und schreibt Cursushiiiae per duodeeim signa, 5 a — 15 b Ciclus lunaris undeviginli annbrumper kl, 10"—17 b Beaüssimus hieroniinus liebreorum Dominum interpre-tationem primus in latinam linguam convertit, 17'' ■— 27 b Primum inordine misse anliphona, 27 b ff. wieder eine exposilio missae und so litur-gisches kirehenrechlliches dogmalisches bis zum schluss.
1 sanetin, ebenso 40: vgl. das indeclinable seilte (zu XVI, 3), gleich-sam stamm sanetja- santja-. zu gründe liegt der lal. geniliv, in welchemdie heiligennamen so häufig gebraucht werden, dass oberdeutsche mund-arten der heilige Floriani, Leonardi udgl. sagen, ähnlich gehl im Taliantaimagi nach der i- declinalion, vom tat. nom.pl. aus. 7 forläzanero: sonst
far-, f'er-. huoro als gen. obj. abhängig von uuilleno »'s* nicht un-
möglich und kommt der bedeulung nach dem höruuilljono von S 9. 10gleich, die hs. inlerpungierl nicht nach liuoro. aber auch ein fehlerfür buoruuilleno oder für liuoro. huoruuilleno wäre möglich. 8 ubar-truiiclii: dieses femininum ist neu neben dem masc. oder neulr. ubar-trunk (Tal. 14G, 4 in ubarazze iniin ubarlrunke; Sievers selzl das zweiteworl als masc. an mit Graff 5, 540, das erste zweifelnd, wo Graff \,529 femininum; vgl. S 10 ovarätas endi overdrankas) und den femininisubartiuncani (LXXI1I, 7) ubarlrunchida (LXXV, 5) ubarlrunchilt (LXXV1I, 14).die bildung -i steht neben der auf -ida wie in giri giiiila (und giridt),küskt kuskida, berti (und liarla) herlida, bald! baldida usw. die beobachlungsolcher Suffixablösung hat eine allgemeine bedeulung von grofsertragweite. die beliebten sufßxidenlißcierungen werden damit hinfällig,so wenig als -i und -ida wegen der angeführten Wörter, so wenig sinddie gotischen adverbialsufßxe -6 und -ba identisch wegen glaggvaba glaggvo,andaugiba anilaugjo (AUczzenberger Untersuchungen über die gotischenadverbia und parlikeln s. 25). 15 niissa scheint, nach der form des
arlikels zu schliefsen, die freilich auch bei Olfrid statt tliio begegnet(Helle 2, 358. 359), als 'messe' misverstanden; s. zu S 19. 18 gisa-
bane, vgl, Graff 6, 74. 7 5. inlautend h für hli auch 6 bisprälia, 17 sioliero,27 ruoholöso, 40 lütarlilia, nur 37 uuahliandi. gisuenen] über das ue
vgl. zu LV1, 22; Kelle Olfrid 2, 463. 19 unsipberon gisageda] der
ausdruck ist dem giuuar synonym, gisagen mit doppeltem aecusaliv undder bedeulung 'durch reden bewirken, machen' sonst nicht nachzuweisen.unsipbi 'unfriedlich, feindlich'. scoldi abwechselnd mit scolda wie inder sächsischen beichte: vgl. Lobe gramm. § 184 anm. 2. 26 zit
liiell ist nicht unecht an sich, aber an dieser stelle, es ist der resleines salzes, der nach strites stehen mäste, mina zit ni hielt, vgl. S 33niina gitidi . . . ne giheld. dagegen gehören aliulges inti stilles zusammen,vgl. S 31 abolganlied endi gislridi. 27 rnoholöso] das o des ersten
composilionsgliedes beruht auf assimilalion an das 6 von löso, vgl. LXXVI,