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2 (1892) Anmerkungen
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370 LXIX ESSENER HEBEROLLE

'Die genannten höfe heifsen jetzt: Viehhof, Eickenscheid, Ringel-dorf, Huckarde, Brochausen, Horl, Nienhaus, Borbeck und Drehn, letz-terer im hochslifle Münster, wo in aller zeit, begünstigt von vielen undgrofsen heiden, die bienenzucht sehr im flor war, wie wir aus den dortüberall unter den hofesgefällen vorkommenden honiglieferungen wahr-nehmen.' 'die Ökonomie dieses und der meisten stifte jenes Zeitalterswar in verschiedene zweige eingeteilt, welche man ämter nannte, undes liegt am tage, dass die in unserer heberolle aufgeführten lieferungen,worunter weder weizen, roggen noch hafer erscheint, nicht die gesamtengefalle dieser grofsen oberhöfe, sondern nur diejenigen gewesen sind,welche sie zu dem bis zur jungem zeit for (bestandenen brauamte liefernmusten; daher das malz, die gersle und das holz die hauplarlikel aus-machen, und das wenige an brol und erbsen die rente der brauknechlewar' Lacomblel. wann das frauenslift zu Essen gegründet wurde,steht nicht fest, die in einer abschrift des X jh. erhaltene und vom27 September (also vom tage der Schutzpatrone) 877 datierte stiflungs-urkunde setzt man jetzt ins jähr 873 und nimmt eine echte, nur starküberarbeitete vorläge an (Dümmler oslfränk. reich 1, 807 = 2 2, 369).aber die Stiftung selbst ist gewis älter: dafür darf man sich zwar nichtmit Lünlzel geschickte der diö'cese und sladl Hildesheim 1,21 auf dieaussage der Urkunde selbst berufen, es sei dem klosler die freie wählder äblissin schon durch die päpsle Sergius (II, 844—847) und Hadrian(II, 867—872) gewährt: denn bischof Altfrid von Hüdesheim, der seinamt 851 antrat, steht als gründer aus Lacombl. niederrhein. urkundenb. 1nr. 97. 99 fest, und papsl Sergius starb am 27 Januar 847; zugleichzeigt Lacombl. 1 nr. 99, dass weder Sergius noch Hadrian, dass viel-mehr Nicolaus (so zu lesen für Zacharias nach nr. 97) dem klosler dasrecht zu freier wähl der äblissin verlieh, aber nach der Urkunde Otlos Id. d. 15 jan. 947 (Lacombl. 1 nr. 97, MG. dipl. Ollo I, 85: erneuertdurch Ollo II am 23 juli 973, Lacombl. 1 nr. 117, MG. dipl. Otto II, 49)hat bereits erzbischof Günther von Köln (abgesetzt 863) mit Zustimmung641 des papsles Nicolaus (gewählt 858), also zwischen den jähren 858—863dem klosler bedeutende zehnten geschenkt (vgl. über die hier behandeilenfragen milleilungen des öslerr. insliluls, 2 ergänzungsbd., 1888 s. 544bis 47). dieselbe Urkunde zählt unter den Schenkungen, die sie bestätigt,auch eine des königs Lothar (II, 855—869) auf und als Schenkung deskönigs Ludwig nennt sie curlem uuam Hucrithi nuncupalam. dieser Ludwigist natürlich Ludwig der deutsche, zu welchem Altfrid in nahem Ver-hältnisse stand (Dümmler I, 876= '^2, 440): seil wann, müssen diezcugennamen der Urkunden Ludwigs ergeben, kann ich aber jetzt nichtuntersuchen, bereits auf dem friedenscongress zu Koblenz 5 juni 860ist Altfrid des königs bevollmäcliligter (Eckharl Fr. or. II, 476). wirdürfen also vorläufig dieses jähr als die grenze annehmen, hinler welcheunsere heberolle, die z. 6 Hukreth nennt, fallen muss. nach der andernseile hin aber vermag ich eine grenzbeStimmung leider nicht zu geben,denn dass von den zahlreichen orlen, welche könig Zwentebold am 4 juni898 dem klosler schenkte (Lacombl. 1 nr. 81) keiner in unserem denk-