XLIV VON DER SIEBENZAHL 269
ferner den umstand erwägt, dass das Verzeichnis der beslandteile desletzteren erst auf das vorliegende gedieht folgt: so wird man geneigtsein anzunehmen, der Verfasser des 'paternoslers' habe für dieses Ver-zeichnis die Überschrift de septem sigillis beibehalten und ein andererdichter nach derselben und an sie anknüpfend seine forlselzung einge-schoben, für diesen kommen wir mithin etwa auf die vierziger oderfünfziger jähre des XII jh.
XLV LÄUDATE DOMINUM.
Vorauer hs. bl. 133 ab . JDiemer deutsche gedichte des XI und
XII jh., Wien 1849, s. 354, 8 — 355, 23. der hymnus ist in das
gedieht des prieslers Arnold von der siebenzahl zum lobe des heiligengeisles (Diemer 333, 1—357, 17) aufgenommen, ohne mit dem haupl-thema anders als durch die erwähnung des heiligen geisles und dersieben lageszeilen in Str. 1, 2ff. oder auch mit dem ihm voraufgehenden— 353, 23—354, 7 Nu verneinet waz ich iueh lere, waz wärt deinemanne mere al des er gewinnet, so ime des libes zerinnel, erne habe ezhine vure gesendet? so ist ez wol gewendet: danne vrizzet iz ime daz rot,daz pehaltet ime got vor milewen unl vor deme diebe. tuot iz iuwersele ze liebe, denchet au den chumfligen tot, der iu alle tage nahöl mitmicheleme zorne. so pegegenet iu da vorne got mit sinme 16ne in aelerna45Smansione — und nachfolgenden abschnitt — 355, 24 ff. Disiu dinchsint elliu gordinöt soz got selbe gebot, deme heiligen geiste zeren, dazwir sin lop der mit meren. nü lobe wir in mit reble, sin gnade ist mani-gere slahte über unsich menniscen arme, von ime so pir wir warme, vonime so habe wir varwe, von ime so pir wir marwe usw. — näher zu-sammenzuhängen, überhaupt scheint das ganze eine rohe Zusammen-stellung oder schlecht verbundene, ungeordnete masse von ursprünglichzum teil selbständigen stücken, wie der astronomische abschnitt 341,5—345, 9, und bruchslücken verschiedener gedichte zu sein, ich gehe aufdie krilik, welche Scherer QF. 7, 84—89 und Schönbach Wiener Sitzungs-berichte, hist.-phil. kl. CI, 459—487 an Arnolds werke geübt haben,nicht näher ein; nur bemerke ich, dass das stück von den sieben wundernzur zeit der geburl Christi 349, 19—352, 3 zu der kaiserchronik 20,1—21, 4 nicht in dem Verhältnis steht, das der herausgeber s. l an-nimmt, sondern vielmehr umgekehrt ihre quelle ist — die Übereinstimmungbeginnt auch nicht erst 350, 6, sondern schon 349, 28 —, indem diechronik, die sich 20, 17. 21 auf ein lied und buch beruft, den historischeninhall der drei absälze von Augustus 349, 28//". 350, 6 ff. 350, 17 ff.in veränderter Ordnung und mit auslassung der geistlichen anwenäungaufnahm, dasselbe Verhältnis ergibt die vergleichung der texte im ein-zelnen [dagegen Kettner zs. f. d. phil. 9, 283]. der hymnus, so schlechter ist, konnte hier nicht wohl übergangen werden, weil er die reihe der