264 XLIII DAS PATERNOSTER
der heil. Christ zuo uns 'non in solo pane etc.' der mcnncsce lebet einige-nöle des broles nihl, sunder des gotes Wortes und der gotcs genauen, damite erzeiget uns der heil. Christ daz wir verrer sculen werven nach geist-licher vuore, denne nach deme vleisdichen ezzene. von diu wirt von goteuns ze tröste gesant wider die gierscheit der geist rehter verslanlnusse:von deine chumel diu reinecheil des herzen und diu genade, daz wir gothescowen, als er uns selbe gehiez in deine heil, ewangelio 'beati mundo c. etc.'der eigentlichen erklärung voraus gehl folgendes: mine vile lieben, andeine heil. pat. nr. in deme vrönen gebele, daz Christ ze sälden sazte allenden die an in geloubent, sint gescriben siben gebele tieffiu; driu sintgemeinet ze gote, vieriu ze des mennescen vrume, von diu daz der mennescegebildet ist uz vier zuhtsalen; vgl. Honor. spec. eccl. bl. 16". 16 b (Mignep. 822) der erklärung nachfolgend wie im gedieht: sunt enim in ea Septempetitiones quae dividuntur in iros et quattuor partes, per tria pater etfilius et spiritus sanetus intelligilur, per quattuor vero mundus qui exquattuor elementis constat. . . . tria quoque pertinent ad animam, quattuorad corpus: aniina . . ., corpus auleni constat ex supradictis quattuor ele-mentis. ebenso Arnold Diem. 339, 14 in siben gebe (l. bete) ist er (daspalemosler) vil rehte geleilel, mit den viern wirt der Uchenam gelieilet,mit den anderen drin diu sele. aus der erklärung der ersten bitte injener predigt aber ist anzumerken: mit den churzen Worten bilen wirgot daz er uns helfe, daz wir vurhten und eren muozzen sinen heil, namen(vgl. str. 1. 2). aus der der fünften: deme gebete git got ze hilfe den geistsines rates, der uns lere in dirre werll willeclichen vergeben allen den die unsleide getuonl und allen mennescen ze luonne als wir wellen daz si uns tuon:luon wir des niht, so sin wir die verlorne (vgl. str. 15). endlich aus der dersiebenten: der scalch gert durch reht vriluomes, von diu wirl von gote deinegebete 'libera nos a malo' ze helfe gesant der geist alles wistuomes (vgl. str. 19).die deutliche verwantschafl wenigstens der ersten der ausgezogenen stellenmit unserem gedickte str. 20 berechtigt zu der Vermutung, diese in versund Strophe gebrachte predigt verdanke der anregung jener wirklichenpredigt in dieser oder einer anderen fassung (welche die combinalionder drei ersten bitten mit der trinitäl aus Honorius beibehalten hatte) ihreenlslehung. der umstand, dass im gedichle die seligkeilen vollständigaufgeführt werden, leitet nicht etwa auf Hugo von S Victor selbst zurück,sondern bekräftigt im gegenleile, da sie hier in umgekehrter Ordnungstehen, die ausgesprochene Vermutung, die sieben hauplsünden liefs derdichter ganz weg. er hat aufserdem eine erklärung des palernoslersbenutzt, zu welcher einzelne parallelstellen in den anmerkungen aufge-führt sind und woraus wohl auch str. 16 entnommen ist. auf anm. zu17, 5 —12 wage ich nichts zu bauen, dass nicht etwa dem ganzengedickte ein lateinisches original zu gründe liege, geht schon aus den,wie zb. bei Olfrid, beigeschriebenen sckriftstellen hervor, die doch eineselbständige benutzung der bibel durch den Verfasser voraussetzen, auchdie genaue kennlnis der beslandleile des werkes würde bei einem blofsenbearbeiter überraschen, leider lässl sich über die abfassungszeil des werk-chens 'de quinque seplenis', dessen von Oudin bezweifelte echtheil Liebner