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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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Dahinter römische Gebäude, Rundthürme, zwischendurch die weitere Land-schaft, und zuletzt das Meer, das mit hochmastigen Schiffen bedeckt ist.

Nur einer erscheint rechts im Bilde, dem man es gleich ansieht, dass ermit dem ganzen Spektakel nichts zu thun haben will.

Es ist der Maler selber, in der Tracht seiner Zeit. Er steht, stemmt beideHände in die Seiten und lacht aus vollem Halse, den Kopf zurückgebogen unddie Kniee etwas vorgestreckt. Er lacht über die Thorheit der Menschen: »O, ihrNarren, die ihr glaubt, mit Singen, Beten, Opfern, mit Erlangung von Würdenund Ehren, mit erlaubten und unerlaubten Genüssen und Freuden der Welt dasGlück zu erjagen — in was für einem Irrthum befindet ihr euch! Seht ihr dennnicht, dass ihr mit dem Neide der Götter zu kämpfen habt? Sie gönnen euchnichts von eurem Glück, sie nehmen es euch, sie brauchen es selber, sie sindnicht besser und nicht klüger als ihr.«

So ruft er mit lachendem Munde.

Diese offenbare Geringschätzung der Götter giebt der Künstler auch inihrer Auffassung und Behandlung zu erkennen. Nichts von himmlischer Würde undMajestät! Der Merkur ist weit entfernt von der Schönheit und Feinheit desgriechischen Götterjünglings. Er ist ein derber Geselle, nicht die Spur von Graziein seinen Bewegungen, keuchend und hohnlachend schleppt er seine Last zum Zeushinauf. Zeus aber gleicht ihm an Würdelosigkeit, er unterscheidet sich um nichtsvon den Männern auf der Erde, die an den Gewändern der Göttin zerren.

Die himmlischen Frauen, die um ihn versammelt sind und der Ankunft derGlücksgöttin entgegensehen, die auch nichts weniger als ein bezauberndes Antlitzhat, rufen, schreien und gesticulieren ebenso wie ihre irdischen Schwestern.

Der ganze Olymp sieht aus wie eine heruntergekommene Gesellschaft, diezur Aufbesserung ihrer Verhältnisse der Glücksgöttin ebenso zu bedürfen scheintwie die menschliche Gesellschaft auf Erden. Will man einen Vergleich machen, sobietet sich fast von selbst der mit den Göttergesprächen des Lukian, oder auchder mit den Operetten Offenbach's. Der Geist, der diesen Hexen - Sabbathgeschaffen hat, ist der zersetzende Spöttergeist jenes Schriftstellers, der die altenGötter nicht mehr ehrt, oder der jenes leichten Musikers, der für die Himmlischen

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