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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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solche Bilder ergeben müssen, auf denen sein Name verwischt worden, und dieihn doch einmal mit Recht geführt haben.

Es bedarf also zu einer Feststellung seines Werkes einer eingehenden Be-trachtung und Analyse jener ersteren. Am besten aber machen wir den Anfangmit einer Besprechung des figurenreichen Schweriner Bildes, das einer der wichtigstenAusgangspunkte für die Beurtheilung Knüpfer's ist.

Der erste Eindruck ist der eines fast unentwirrbar erscheinenden Menschen-Gewimmels. Dann sieht man, dass Himmel und Erde mit einander verbunden sind.Die Wolken haben sich aufgethan, und die olympischen Götter sind sichtbargeworden.

Sie haben ihren Boten, den Gott Hermes oder Merkurius, auf einer Wolkeherniedergesandt, um eine Frauengestalt emporzuholen, die die Menschen auf Erdennicht fahren lassen wollen.

Der Gott hat grosse Mühe, sie zu heben. Die Menschen reissen ihr buch-stäblich die Gewänder vom Leibe.

Durch dieses ungewöhnliche Ereigniss ist nun eine Feier gestört worden,die links in einem Tempelgemäuer des Vordergrundes vor sich geht. Es handeltsich um eine heilige Handlung vor der Statue eines Zeus, der oberhalb einesAltars in einer Nische sitzt.

Jederseits, rechts und links vom Altar, ein Knabe, der eine kranzumwundenebrennende Fackel hält. Auf dem Altar selbst eine Tafel mit hebräischen Lettern.An den Stufen des Altars viele lorbeerbekränzte Ministranten: ein ganzer Sängerchor,in Costümen, welche an den katholischen Cultus erinnern. Knaben mit Weihrauch-fässern. Betende, Knieende. Ein Opferzug mit bekränzten Stieren, Schafen undLämmern: alles das in altrömischem Stil.

Aber es ist zu beachten, dass die heilige Handlung durch die Himm-lischen selber gestört worden ist.

Sie scheinen auf den Dienst der Menschen nicht mehr zu geben. Erschreckt,erzürnt, und vielleicht auch scheltend, wendet sich der Oberpriester am Altaran die tobende Menge.

Aber sie hört nicht auf ihn.