556 opbragt, en welk stuk later het kabinet van wijlen den griffier Fagel, tes'Hage, versierd heeft.« Die Beschreibung des Bildes stammt aus dem Katalogvon Gerard Hoet I (1752), S. 281. Dass es kein anderes als das SchwerinerBild vom Jahre 1651 ist, meine ich schon 1882 im grösseren Katalog der Gross-herzoglichen Galerie, S. 320, ebenso wahrscheinlich gemacht zu haben wie die Ver-kehrtheit seiner Benennung bei Hoet und Kramm. Vielleicht ist es auch identischmit der Assemblee des Dieux bei Descamps, wie andererseits »une jolie femme quiest en priere« möglicherweise mit dem Tobias-Bilde von 1654 ein und dasselbeBild ist. Ungenauigkeiten in der Bezeichnung und Beschreibung von Bildern sindin älterer Zeit bekanntlich nichts Seltenes.
Ausser den bisher angegebenen sind zuletzt noch zwei in späterer Zeit erstauftretende Nachrichten anzuführen, die eine, dass Jan Steen, und die andere, dassAry de Vois Knüpfer's Schüler war. Diese stammt aus Houbraken's Schauburg(1718) II, S. 162, jene aus Campo Weyerman's Lcvcnsbcschryvingen (1729) II,S. 348. Houbraken erzählt: »Ary de Vois is geboren te Leyden in't jaar 1641.Zijn Vader, die orgelist tot Leyden was, bespeurende dat zyne genegentheid tothet leeren van de Schilderkonst overhelde, bestelde hem eerst tot Utrecht byKnifferU .... Weyermann erzählt von Jan Steen: »Is geboren tot Leyden, inden jaare duyzentfeshondertfesendertig .... (wahrscheinlicher 1626). Zyn Vadersnaam was Havik Janfze Steen, een Brouwer tot Leyden, die gewaarschouwt zyndedat er geeft ftak in den Jongen (zelfs kon Havik zo diep niet zien), zo beftelde hyhem eerst by Knuffer, tot Utrecht.....«
Beiden Nachrichten entnehmen wir die Ansässigkeit Knupfer's zu Utrecht,auf die auch sonst alles hinweist. Da uns ferner in den Werken dieser SchülerZüge begegnen, die der Art des Meisters verwandt sind und in ihr ihren Ursprunghaben können, so haben wir ausreichende Veranlassung, sie nicht zu übersehen.
Damit sind nun im Vorstehenden alle Daten zusammengestellt, aus denenauf seine Zeit und seinen Lebenslauf geschlossen werden kann. Wollen wir aberseine Kunst kennen lernen, so müssen wir die Bilder prüfen, die er gemalt hat.
Die Basis dafür kann selbstverständlich nur in den von ihm selbst be-glaubigten Gemälden gefunden werden. Sie sind es, die die Kriterien auch für