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2 (1892) Anmerkungen
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2, I DAS -\YESSOBRUKNER GEBET

über die artes liberales angereiht werden; sie ist kaum unpassender alsdie nächst vorhergehende De chronica von den menschlichen lebensaltern,vielleicht selbst nur ein Überrest einer erklärung poelica de poeta wie bl. 64"calcnlus ile cathalogo [diese worle gehören nicht zusammen, Decalhalogo,entstellt aus De decalogo, findet vielmehr seine erklärung in dem folgendende decem uerba legis], aber auch in dem nach einer leer gelassenen zeiledem gedickte hinzugefügten, sich deutlich auf seinen schluss beziehendensalze qui uon uult peccata sua penitere, ille uenit iterum ubi iam ampliusillum non penitebunt nee illorum se ultra erubeseit tritt dieselbe praclischgeistliche absieht hervor wie etwa bl. G3 1 ' am Schlüsse des salzes über diegiammalica non est sapientia qui coequari possit carilati et Immililate quodest radix omnium bonorum, ein und dieselbe hand hat das gedieht undden übrigen zweiten teil aufser der Urkunde geschrieben: der G-runebedient sich der Schreiber auch schon bl. 63" vor kazungali; ebenso bl. 37 bin der halbuncialen Überschrift des Zeichens für et wie im gedieht fürenti. dass es mit der ganzen samlung nur aus einer allem vorläge (füreine solche spricht noch der umstand, dass die bemerkungen über ISaue-ueri bl. 60 b und die Städtenamen bl. 62 b von Argentoratensis an auff. 47 a des clm. 14689 (Graffs Bib. 7) unabhängig von unserer hs. wieder-kehren, vgl. auch Germ. 7, 470) abgeschrieben ist, macht auch die aus-lassung und der Schreibfehler in z. 3 wahrscheinlich, durch die mit rotausgezeichneten grofsen anfangsbuchslaben der v. t. 5. 9 sind drei leitedes gedichls angedeutet, und man kann sich der prüfung, ob sie einesoder verschiedenes Ursprunges sind, hier um so xceniger entziehen, weilohnehin bei jedem litterarischen producl dieselbe frage zu stellen und zuprüfen ist. die prüfung ergibt auch alsbald die innere verschiedenheilder teile.

Der erste teil 14 ist der eingang eines alten heidnischen sächsi-schen gedicktes, das vom anfang der dinge ähnlich wie die Yöluspahandelte, wie diese in slr. 3

Ar var alda bar er Ymir bygdi:

vara sandr ne saer, ne svalar unnir,

iörd fannsk aeva, ne uppbiminn:

gap var ginnunga, en gras hvergi,so beschreibt er die uranfängliche leere, aber zugleich die abwesenheit alleslichtes, nicht auf die bibel oder wie im muspilli auf gelehrte theologenberuft sich die dar Stellung, sondern vielmehr auf die allgemeine Überlie-ferung und aussage der menschen, und das gedieht ist auch deshalb fürheidnisch zu hallen, weil es, gegen ende des achten jh. in Baiern auf-gezeichnet, seinem aller nach noch weiter hinaufreicht und sächsisches Ur-sprunges ist. es liefert uns einen beleg für die Wanderung der lieder vonstamm zu stamm, ebenso wie die gleichzeitigen und späteren Zeugnissefür die heldensage (zs. 12, 285. 300/". 313317 usw.). für das allerund die sächsische Herkunft spricht mancherlei; für jenes schon die sonstin der deutschen poesie und selbst in der ags. nur spurweise (de carm.Wessof. p. 17 un d anm. zu IV, 3) vorkommende form des liottahdlls, auf253 den hier die kritik mit notwendigkeil hinführt. reinsächsisch ist gleich